Also, mag sein, dass da entweder eine Ausnahme vorliegt oder ich ein grundsätzlich falsches Bild von Praktika im Allgemeinen habe, aber es scheint mir eher zu teuer und uneffizient für Unternehmen, dem Praktikant der Schule richtige Aufgaben zu geben geschweige denn ihn einzuarbeiten. Er verfügt weder über entsprechendes Fachwissen noch über entsprechende Grundausbildung, man weiß nichts über seine tatsächliche charakterliche und qualitätsbezogene Eignung und wenn was schiefgeht, was der anstellt, dann muss man sehen, dass es möglichst wenig Auswirkungen hat. Meiner Meinung nach liegt damit auf der Hand, dass Unternehmen, wie ich auch selbst feststellen durfte bei meinem eigenen Praktikum und aus den Erzählungen meiner Schulkameraden und Freunden, dass nur die wenigsten Unternehmen überhaupt in der Lage sind, ansprechende und interessante Praktika anzubieten und weiterhin einen tatsächlichen Einblick in einen potentiellen Beruf zu geben, ganz einfach aus Gründen ökonomischer und unternehmensinterner Fragen. Man braucht Betreuungspersonal, Leute, die den Praktikant begleiten, der muss beschäftigt werden und das gleichzeitig so, dass er nix anstellen kann und irgendwie bei der Stange bleibt...der will Berufsleben vermittelt kriegen und kriegt das auch. Das Berufsleben einer Sekretärin, eines Putzgehilfen, eines hauptamtlichen Chefkopierers. Klaro, die meisten Betriebe strengen sich an, diese Zeit des Abschiebens möglichst kurz zu halten, damit der Betrieb wenigstens einigermaßen in guter Erinnerung bleibt.
Nun ging es aber ja nicht eigentlich um den Ablauf eines Praktikums, wozu ich sowieso empfehlen würde, aus obengenannten Zeitproblemen (lohnt es sich, nen Praktikanten einzuarbeiten, wenn der eh nur 14 Tage da ist?) die Zeit mindestens zu verdoppeln, sondern um den Sinn der ganzen Sache für Gymnasiasten, deren nächster Schritt nach der Schule erstmal die Uni sein wird. Dafür empfehle ich wärmstens eine Art Studiumspraktika parallel zu den Betriebspraktika. Interessierten Schülern wird ermöglicht, während der kompletten Praktikumszeit entsprechende Vorlesungen und Seminare an einer nahegelegenen Hochschule zu besuchen...
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Isaac Newton, 4.1.1643 (Woolthorpe) - 31.03.1727 (Kensington), gilt als einer der bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten. Er hatte entscheidenden Einfluss auf die weitere Entwicklung von Astronomie, Physik und Mathematik und hatte leider noch nicht das Glück, nichtlustig.de zu kennen.