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Alt 29.12.2006, 16:47
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Hig
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AW: Regionalliga SW Gr. 1/2 2006/2007

Post SV Mühlhausen:
(Quelle: TLZ vom 28.12.06)



Es darf geträumt werden



Die erste Herrenmannschaft ist auf dem Weg zur Regionalligameisterschaft und der gesamte Verein träumt von der 2. Bundesliga - so ließe sich die Situation beim Post SV Mühlhausen, dem Aushängeschild des Thüringer Tischtennissport, beschreiben.

Von Thomas STECHER MÜHLHAUSEN.

Nach dem 9:6 der Post-Männerr in der Regionalliga gegen Fulda-Maberzell II vor famoser Kulisse am Kristanplatz und dem Sensationssieg beim Staffelfavoriten Herbornseelbach (9:5) steht das Septett um die tschechischen Ex-Internationalen Jindrich Pansky und Milan Orlowski mit 22:0 Punkten an der Spitze. Und wieder darf geträumt werden. Die 2. Bundesliga wird herbeigesehnt. Die Leistung gibt dafür Anlass. Nie schien die Erste so erfolgshungrig und homogen. Mit dem lettischen Nationalspieler Sandijs Vasiljevs wurde ein "Riese" verpflichtet, der schnell ein eminent wertvoller Bestandteil des Vereins wurde und auch dem Nachwuchs jederzeit ein Trainingspartner ist.

Je zwei Einzelpunkte in Herbornseelbach und Elz untermauern die These, dass Altmeister Milan Orlowski seine bisher beste Saison im Posttrikot absolviert und die Leistung von Publikumsliebling Miro Schenk, der über Wochen in Mühlhausen weilte, um die täglichen Übungseinheiten zu bereichern, ist wie immer ohne Fehl und Tadel. Rekordlandesmeister Alexander Schieke und Nachwuchstalent Conny Schmidt, der in der Rückrunde Post II beim Wiederaufstieg in die Regionalliga helfen soll, waren im unteren Paarkreuz eine Bank und gewannen das Spitzenspiel in Elz fast allein.

Thüringens Dauerabonnent auf den Top-12-Sieg, Carlos Lang, durchlebte Höhen und Tiefen, war aber stets fit, wenn es um die "Big-Points" ging und kann bei voller Leistungsausschöpfung eine gute Option für die zweite Liga sein. Zusätzlich sensationelle Doppel halfen auch über die "Sauerkirschenzeit" bei Spitzenmann Jindrich Pansky hinweg. Fast die komplette Runde wurde er von einer Verletzung am Schlagarm gepeinigt. Trotzdem stellte er sich in den Dienst der Mannschaft, schluckte ungewohnt viele Niederlagen. Erst kurz vor Weihnachten genesen, zeigte er gegen Lampertheim und Frankfurt seine Klasse.

Mit deutlich mehr Schwierigkeiten hatte die zweite Herrenmannschaft in der Oberliga zu kämpfen. Sie proklamierte bereits vor dem Punktspielstart Aufstiegsambitionen, wurde aber ohne Cheftrainer Zbigniew Stefanski, der aus persönlichen Gründen länger pausierte, mit dem 8:8 gegen Altenburg und einer Klatsche in Gießen schnell auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt. Moral und Einstellung wurden harsch kritisiert. Fehlendes Training und der Verlust von Conny Schmidt an die Erste hatten als Contra einiges an Gewicht. Nach zahlreichen internen Absprachen, die Ruhe vermittelten, gelang dem Regionalligaabsteiger aber noch eine furiose Aufholjagd. Angeführt von dem überragenden Neuzugang Martin Gluza, der verdient ins obere Paarkreuz rutscht, und Thilo Merrbach als Punktegarant auf Position 6, gelang ein spektakulärer Auswärtserfolg beim bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Besse; der Vorsprung der Hessen schmolz auf drei Zähler. Simon Stützer und Chris Albrecht, vom Physikstudium in Jena bzw. vom Abiturstress geplagt, sowie sein jüngerer Bruder Raphael, der lange gegen eine Verletzung kämpfte, fanden rechtzeitig ihre Form, um den Anschluss nach vorn nicht zu verlieren.


28.12.2006
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