Hi Martin!
Mal wieder ein sehr interessantes Thema, dass du da anschneidest

Beim durchlesen eben gerade fühlte ich mich sehr stark an den berühmten Ausspruch von Bruce Lee "Be water, my friend..." erinnert, nur vllt. weniger in Bezug auf die Formbarkeit bezogen (wie von Lee beabsichtigt) sondern eher auf die felixibilität (Wasser sucht sich seinen Weg von alleine).
Habe auch ähnliches bemerkt, mit ähnlichen HIndernissen (beim Verbessern eines "Teils" bemerke ich dann eine neue "Schwäche" die ich für größer erachte und verushce diese auszubügeln, dabei finde ich dann wieder eine neue usw...)
Die von dir angesprochene Variante des "absichtslosen Trainings" finde ich etwas ZU extrem.
Ich würde vllt. eher in die Richtung gehen, dass man sich zwar schon grobe vorstellungen macht, was man will. Nur anstatt jetzt zu sagen "Ich will meinen TS verbessern, und zwar genau so und so und so....arm hier höher, schulter da runter, rechtes bein mehr nach vorne, hüfte mehr drehen...usw." sollte man die Zeiel vllt. einfach etwas generaler formulieren, z.b. als "mehr Topspin spielen"
Ich hatte mir in den 2 Wochen Weihnachtspause vorgenommen, in Verbindung mit meinem dort absolvierten Bein-Fitnesstraining, mehr VH-Topspin zu spielen. Ohne jetzt genau vorstellungen zu haben was ich KONKRET an meinem VH-TS zu verbessern hätte.
Das ganze hat jetzt die ersten beiden Trainings nach der Pause auch sehr gut funktioniert. Meine Beine waren spritzig und fit genug um mich schnell umzustellen und durch das öftere VH-TS spielen (hab gegen Ende der Hinrunde v.a. viel RH-TS als Eröffnung gespielt) habe ich schon nach den 2malen Training eine verbesserung bemerkt.
Vieleicht sollte man gerade als Autodidakt (ohne Trainer) versuchen sich nicht ZUVIELE gedanken um eine perfekte Technik machen, sondern vielmehr versuchen die Ziele, die man hat, allgemeiner zu formulieren und seinem Körper selbst die Freiheit lassen sich seinen Weg zu suchen.
In dem Punkt stimme ich absolut mit dir überein.