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Alt 15.01.2007, 01:01
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martinspin martinspin ist offline
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martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Absichtsloses Tun bei Training und Spiel

Hoi zäme

Zitat:
Zitat von Corrrd Beitrag anzeigen
...Ohne jetzt lästern zu wollen, könnte man "absichtsloses Tun" auch durch "ausprobieren" ersetzen. ...
Was Corrrd meint, geht in die Richtung, wie ich es meine. Eine Eigenschaft des absichtslosen Tuns ist die Offenheit für Veränderung. Ausprobieren oder Experimentieren gehört zur Offenheit dazu.

Ich kann für mich nur schwer unterscheiden, was bei mir Schultechnik und was Individualtechnik ist. Bei gewissen Bewegungen kommen mir gewisse bekannte Spieler in den Sinn, bei denen der jeweilige Bewegungsaspekt ausgeprägt ist. Bei entspannten Bewegungen kommt mir meist JO Waldner in den Sinn. Bei starker Körperrotatin beim RH-TS kommt mir Korbel in den Sinn. Bei explosiver Beinarbeit kommt mir Liu Guoliang in den Sinn. usw.

Mit dem absichtlosen Tun wird man sich auf jeden Fall eine Individualtechnik aneignen, was gut so ist. Wieso jahrelang was versuchen, was nicht zu einem passt.

Witzig finde ich an den bisherigen Beiträgen, dass jeder etwas anderes unter absichtslosem Tun versteht.

Diese Trainingsmethode basiert in erster Linie auf der Selbstwahrnehmung des Körpers ohne dass an den Bewegungen bewusst was korriegiert wird. Bloss wahrnehmen und zuschauen, was passiert. Wo verändert sich etwas oder in welchem Punkt kommt mehr Bewegung rein? Einfach zuschauen, sich spühren und fliessen lassen. Ein Aspekt kommt so oder so bei dieser Methode hinzu: die Entspannheit der Bewegungen. Ruhiges, aufmerksames und entspanntes Training ohne Hektik, ohne Stress, ohne Gewalt, ohne Kampf kommt auf. So was ähnliches wie ein meditativer Zustand, wo du zwar wahrnimmst aber nicht eingreifst. Fluss pur, auch wenn du weit weg von ursprünglichen Absichten spielst.

Kann gut sein, dass deine Bälle weniger hart, weniger spinnig, weniger platziert usw. sind. Wolltest du schon immer den härtesten TS haben, wird dir das erst einmal fehlen. Dafür tun sich komplet neue Welten auf.

Das sind wir auch wieder beim Anfangspunkt angelangt, der Veränderung. Du lässt etwas los, damit etwas Neues entstehen kann. Das Neue ist nicht besser, effizienter oder gar mächtiger. Es ist einfach was Neues.

Nochmals, testet diese Methode im Training für ca. 20 - 25 Minuten und schreibt hier, wie's euch ergangen ist. Wir machen ja keine Theorie um der Theorie willen

Grüsse euch herzlichst
euer martinspin
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