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Alt 17.01.2007, 15:38
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Rieslingrübe Rieslingrübe ist offline
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Zitat:
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Abgesehen davon komme ich immer dann, wenn gerade kein Zitat zum Raten zur Verfügung steht..... Den de Sade hätte ich auch noch hingekriegt...
....nur das obige, oder beide de Sade'schen Zitate...?



Also was Neues :



" Weckt mich nicht auf, Herrgottssakra-
ment, Ihr Dreckskerle, weckt mich nicht
auf. Achtung ich beiße ich sehe rot. Wie
gräßlich noch einmal der Tag noch ein-
mal das Hundeleben das Schwanken die
Bitternis. Ich will in das blinde Meer
zurückkehren genug der Blitze was sol-
len denn diese Stürme ohne Unterlaß
man will mich zwingen das Leben des
Donners zu leben man hat meine Ohren
durch Blechplatten ersetzt es gibt schla-
gende Wetter bei jedem Atemstoß mei-
ner Brust meine Bergleute flüchten in
die Stollen der Angst da wird gesprengt
um die Wette gesprengt.
Aber das ist nicht das Tageslicht, das
ist Dynamit. Man stößt Schwerter in
meine Pupillen man krallt Finger in
meine Kehle man reibt meine Haut mit
dem Kies des Erwachens. Reißt nicht
meine Nägel heraus die sich in den Hu-
mus meiner Träume gegraben haben mein
Fleisch klebt an den Schatten die Nacht
ist in meinem Mund mein Blut will
nicht strömen. Ich schlafe. Herrgott-
sakrament ich schlafe.
Ihr brutalen Kerle ich werde schreien
ich schreie ihr brutalen Kerle ihr von
Betschemeln in den Hintern gefickten
Saukerle ihr dreckigen Mißgeburten
Unterhosen Hundescheiße Laufmaschen
an Hurenstrümpfen Hauskröten schlei-
miges eitriges Ungeziefer laßt mich los
ihr Rhododendron-Nutten ihr Achsel-
haare ihr Armleuchter ihr Flohknäule
Rattenschweiß Hobelspäne Hobelspäne
ihr schwarzen Auswürfe laßt mich los
ich töte euch ich mache euch fertig ich
reiße euch die Hoden ab ich fresse eure
Nase ich trample auf euch herum.
Ich bin tot tot aber sie werden mich
doch wecken sie wecken mich auf.

Mich erwarten Wasserstürze Windh-
hosen und Wirbelstürme. Das Onyx der
Geruch der Spiegel das Loch der Pupil-
len die Trauer der Dreck die Photo-
graphien der Weltschmerz das Verbre-
chen das Ebenholz der Bethel die
Hammel Afrikas mit den Menschen-
gesichtern das Pfaffengesindel mich er-
wartet die Tinte von Tintenfischen die
Schmiere der Kautabak die faulen
Zähne die Nordwinde die Pest mich
erwartet der Verrrat und die Melan-
cholie der zähe Vogelleim der Ver-
folgungswahn die Angst mich erwar-
tet seit den sausenden Finsternissen
seit den Kavalkaden der Feuerbrünste
in den Kohlenstädten und den Torf-
mooren und dem stinkenden Atem der
Eisenbahnen in den Großstädten aus
Backsteinen alles was der Schminke der
mondlosen Nacht gleicht alles was sich
vor den Augen auflöst in Flecken in
Fliegen in Schnecken in Spiegelungen
des Todes in Geheul in Verzweiflung in
tabakbraunen Speichel Krabben aus
Lakritze Wutausbrüche magische Rück-
stände Muskat Seehunde Goldstaub
Brunnen ohne Grund. Mich erwartet
das Schwarz. "




....aus dem Französischen Original der 30er Jahre übertragen...
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Alle Wege münden in schwarze Verwesung.... .. (Georg Trakl)
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