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Alt 28.01.2007, 18:29
Günter Weber Günter Weber ist offline
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Günter Weber ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Doppelte Spielberechtigung

Zu Fastest 115 und mithardemb: Alles gut gemeint, Thema aber völlig mißverstanden. Es geht doch nicht um Zustimung im eigenen Verein, sondern darum, daß an einer an sich absolut sinnvollen Regelung (Spielberechtigung für nur einen Verein) nicht um ihrer selbst willen festgehalten wird, sondern daß es dann Ausnahmen davon geben soll, wenn die Regelung eben keinen Sinn mehr macht, vielmehr ein Festhalten zu negativen Folgen führt. Und diese Ausnahmen sollen nur gemacht werden, wenn alle betroffenen Vereine in den zwei Ligen, in denen der Spieler an die Platte gehen will, einverstanden sind.

Ist das Ersuchen nicht ausführlich genug begründet oder fehlen Informationen oder soll möglicherweise über das 'Kaufen' eines starken Spielers der Aufstieg oder Abstieg manipuliert werden, genügt ein einziges Njet eines der beteiligten Vereine zur Ablehnung des Antrags. Und wenn man im ersten Jahr gutgläubig war, sich aber getäuscht fühlt, kann man vor der nächsten Runde dafür die Quittung geben. Wo soll unter diesen Umständen auch die kleinste Gefahr einer Manipulation gegeben sein? Das Klima wird doch mehr durch das Manipulieren als durch das 'Nein' vergiftet.

Nehmt meinen Fall: Seit anderthalb Jahren wohne ich in Neuss (WTTV), arbeite dort, trainiere dort zweimal die Woche, habe dadurch neue Freunde gewonnen. Der psychologische Druck ist so groß geworden, daß ich versprochen habe, in der kommenden Saison zu wechseln. Aber: Mein bisheriger Verein im Westerwald (TTVR) hat mit mir gerade noch 10 zu regelmäßigen Einsätzen bereite Spieler, 6 für die 1. Mannschaft (die in der 2. Bezirksliga auch 6 benötigt), 4 für die 2.(die in der 1. Kreisklasse nur 4 benötigt). Gehe ich, muß zumindest die 2. Mannschaft abgemeldet werden. Ich bin sicher, daß kein einziger Verein in 'meiner' 2. Bezirksliga dagegen sein wird, daß ich trotz des Wechsels nach Neuss weiterspielen darf (jedenfalls solange es zum Erhalt der beiden Mannschaften notwendig ist). Warum sollte also der Verband sich selbst binden durch das Festhalten an der Regel um ihrer selbst willen?

Ähnlich: Warum sollte nicht - wie etwa im Basketball - ein Jugendlicher, der in seiner Altersklasse zu wenig gefordert ist, nicht zugleich die Seniorengenehmigung für die Herrenmannschaft eines anderen Vereins erhalten und trotzdem in seinem Verein in der Jugendmannschaft weiterspielen - und damit seinen 'Hafen' behalten - dürfen? Muß er seine Kameraden verlassen, fällt möglicherweise die ganze Mannschaft auseinander, während bei Zweigleisigkeit die Chance erhalten bleibt, daß aus der Jugend- eines Tages eine Seniorenmannschaft wird.

Ebenso: Warum sollte ein rüstiger 65-jähiger, der noch erfolgreich in einer Herrenklasse spielt, mangels Seniorenmannschaft im eigenen Verein nicht zusätzlich in einem anderen Verein an der Seniorenrunde teilnehmen?

O.K., für den Verband gäbe es ein wenig Mehrarbeit durch den 'Zweitwohnsitz'. Aber das kann doch im Zeitalter des Computers kein Problem sein. Bei Click hat man schließlich bewiesen, was man drauf hat. Mehr Mannschaften bedeuten schließlich auch mehr Geld.
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