Okay Leute,
hier ist mal wieder was aus der Rubrik "Sinnloses und Co" (man kennt ja auch nix anderes von mir *g*), macht aber nix, denn soll ja nur zum Lachen sein....
Übrigens, ich bin nicht so verrückt geboren, das Leben hat mich so gemacht
Ok, zum Thema:
Gedicht der Woche, Klappe die erste:
Wer kennt das nicht: Man sieht etwas, erlebt etwas – und plötzlich muss man mal
austreten, oder: „sich die Nase pudern“, wie mein Bruder immer sagte. Anlass dazu ist bei
dem einen dies, beim andern das. Oft ist das gar nicht rational.
Ein Wald, ein Baum, ein Kraut, ein Farn,
ein Blümlein zart, schon drückt der Harn.
So habe ich lange gelebt. Ich mied alles, was grün ist, ich ging nie zum Wochenmarkt; in
meiner Wohnung hat es niemals auch nur eine einzige Blume gegeben, und deshalb
wahrscheinlich ernährte ich mich eine Zeit lang alleine von Fleisch.
Aber eines Tages, da ist etwas in mir passiert. Ich war ganz in Gedanken versunken, ich
war auf der Beerdigung von Onkel Horst. Und da ist eine Wandlung vorgegangen in mir,
wenn auch nur teilweise, aber sie war tiefgreifend:
Als ich in die Blumen schiffte,
sah die Brühe, die versiffte,
dachte ich an all' die Gifte,
die schon ewig in mir stecken.
Fortan schiff' ich nur an Hecken:
Sollen die doch d'ran verrecken.
Lasse künftig Rosen liegen;
Tulpen soll'n mein Gift nicht kriegen;
lasse unbeharnt auch Nelken;
Astern schütze ich vorm Welken;
geh' vorbei an jedem Krokus;
nehm' nicht Maiglöckchen als Lokus;
statt an kleine Himmelschlüssel
piss' ich lieber in die Schüssel;
lieber als ans Buschwindröschen
puscher' selbst ich mir ins Höschen;
harn' an lila-weißen Flieder
und Geranien nicht wieder;
Margariten, Osterglocken
bringen mir den Harn zum Stocken;
meide sorgsam, an Narzissen
und Petunien zu pissen,
Lilien auch anzupullern,
Edelweiß nur dran zu strullern;
Mohn döst auch in Zukunft sicher;
Hanf entfaltet sein Gekicher;
Weizen lass' ich körnen weiter;
Hopfen auch (dann wird er breiter).
Aber Buchsbaum und der gleichen
mögen besser vor mir weichen;
Schellball und Forsythien
werd' ich nicht mehr schützien;
Haselnuss und Zierhimbeere,
wiss't: Kommt ihr mir in die Quere,
ob ihr grün seid oder rot,
bald schon seid ihr alle tot!