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Alt 30.01.2007, 16:28
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AW: Doppelte Spielberechtigung

Würde auch gerne noch etwas zum Ausgangsbeitrag anmerken - mal abgesehen von den Schwierigkeiten(Manipulationsmöglichkeiten, Durchführung etc.), die schon angesprochen wurden.

Ehrlich gesagt habe ich meine Zweifel, ob eine doppelte Spielberechtigung die von Günter Weber angesprochen Probleme tatsächlich lösen könnte. Es wird gesagt, der psychologische Druck könnte dazu führen, nach und nach mit dem TT aufzuhören. Ich selber habe auch während Bundeswehrzeit und später während des Studiums in meinem ursprünglichen Heimatort Punktspiele bestritten und im jeweiligen temporären Wohnort trainiert. Natürlich wurde auch ich häufiger gefragt, ob ich nicht auch die Punktspiele für diese Vereine bestreiten möchte, mein Argument, meine alte Mannschaft nicht im Stich lassen zu wollen, wurde aber zumeist akzeptiert.

Stelle ich mir nun aber vor, es gäbe die Möglichkeit einer doppelten Spielberechtigung, so glaube ich, dass der psychologische Druck deutlich steigen würde. Denn das angesprochene Argument würde deutlich weniger Akzeptanz erfahren, stattdessen wäre dir typische Antwort, man könne ja für beide Clubs spielen. Und genau das, denke ich, dürfte viele Probleme bringen.

Entweder lässt sich das terminlich gut vereinbaren (eher unwahrscheinlich), dann können mindestens 18 Spiele pro Halbserie (ohne Pokal, Relegation etc) zu einer terminlichen Belastung werden, die gerade in einer solchen Lebenssituation oft nur schwer zu bewältigen ist.

Oder aber, es überschneiden sich Termine, was dann sicher für den betreffenden Spieler noch schwieriger ist. Welcher Druck wird hier nun aufgebaut, an dem Spieltag für die eine oder die andere Mannschaft anzutreten ? Wem sagt man ab ?

Dazu kommt noch, dass das Team, das nicht den Zuschlag bekommt, mit Ersatz antreten muss - und meiner Meinung nach muss jede Regel, die zu häufiger Ersatzgestellung und damit im Extremfall zu einer Verzerrung des Wettbewerbs in einer Liga führt, sehr kritisch betrachtet werden.

Fazit: wer jetzt dem angesprochenen psychologischen Druck, nicht in beiden Teams mitspielen zu können, nicht gewachsen ist, der dürfte beim Wegfall des Argumentes, sein altes Team nicht im Stich lassen zu wollen unter noch größerem Druck stehen.

Andreas Lehmkuhl
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