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Alt 30.01.2007, 20:40
Richter Richter ist offline
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Auf diesen Artikel bezieht sich grubba70. Nur soviel zur Versachlichung...

OVZ - 27.01.2007

Zoff an der grünen Platte
Abteilungsleiter kehrt Lok/Motor den Rücken


Altenburg. Sportlich steht das erste Tischtennisteam von der Spielunion Lok/ Motor Altenburg derzeit prächtig da: Als Aufsteiger in die Oberliga Südwest nimmt die Mannschaft derzeit in Deutschlands vierthöchster Liga den fünften Tabellenrang ein.
Hinter den Kulissen gibt es allerdings großen Krach. Mit Dominik Meisel und Janko Jeßnitzer haben der Abteilungsleiter sowie sein Vorgänger den Vorstand und die Abteilung verlassen. Meisel ist mittlerweile sogar als Spieler aus der Oberligamannschaft ausgeschieden. „Vermutlich hatten wir einfach zu viel Erfolg, weshalb sich einige Leute wieder stark in den Vordergrund drängen wollten“, sucht Meisel nach einer Erklärung. So einen Durchmarsch bis in die Oberliga habe es im Altenburger Land noch nie gegeben, was natürlich Interesse erweckte. Immer wieder taucht der Name Gerd Manig, Chef des Kreistischtennisverbandes und bis Ende 2005 selber Abteilungsleiter der Spielunion, auf. Dann gab er den Posten berufsbedingt an Janko Jeßnitzer weiter, der rund ein Jahr später den Staffelstab aus gleichen Gründen an Meisel weiterreichte.
Meisel sah aber seine Arbeit als Abteilungsleiter immer wieder untergraben. „Ich konnte nicht permanent vor Ort sein, da ich auswärts studierte“, sagt er der OVZ. Wenngleich der Prozess des Zerwürfnisses langwierig war: „Das waren immer wieder kleine Sticheleien, die irgendwann das Fass zum Überlaufen brachten“, sagt der 27-Jährige. Da sei ihm über Dritte beispielsweise die Kritik herangetragen worden, er trainiere nur noch halbherzig und bringe nicht die erwarteten Leistungen. Dann galten plötzlich ohne vorherige Absprache andere Trainingzeiten, womit sich durch Überschneidungen die erste Mannschaft sowie das von Meisel geleitete Talenteleistungszentrum in die Quere kamen. Er brauche einen „Schuss vor den Bug und einen Denkzettel“, zitiert der junge Mann, was ihm „hintenrum zugetragen“ wurde. Jenen „Denkzettel“ sieht er in einer Sperre für zwei Spiele, die ihm im vergangenen November wegen einiger kritischer Anmerkungen via E-Mail verpasst wurde. An der entscheidenden Beratung über seine Sperre sei er als Abteilungsleiter nicht einmal persönlich zugegen gewesen. Außerdem wurde die Entscheidung von einer sportlichen Leitung getroffen, die es zum damaligen Zeitpunkt offiziell überhaupt nicht gab, behauptet Meisel.
Initiatoren der Sperre sollen nach OVZ-Informationen Gerd Manig, Teammanager Thomas Watzek und Mannschaftskapitän Heinz Teichmann gewesen sein. Auf einer Leitungssitzung am 25. November brachen die aufgestauten Differenzen offen aus. Meisel stellte das Amt zur Verfügung – Janko Jeßnitzer folgte. Beide sehen in der Angelegenheit auch einen Generationenkonflikt.
Gerd Manig weist die Vorwürfe zurück. Da lege jemand getroffene Entscheidungen sehr einseitig aus. „Das ist ebenso bedauerlich, wie auch Dominik Meisels Rückzug“, sagt Manig der OVZ. Differenzen räumt Manig aber ein, die allerdings Geschichte seien. Einen Generationenkonflikt habe es in der Abteilung auch nie gegeben.
Mit Heinz Teichmann wurde gestern der neue Abteilungsleiter offiziell eingeführt. Sonst hat sich die Leitung zu den Vorfällen selber einen Maulkorb verpasst. „Die Sache ist vom Tisch, behauptet Manig, „und das Klima bei uns ist gut“. Jörg Wolf
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Ich werde nie das sein, was man von mir erwartet.
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