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Alt 31.01.2007, 13:06
volker_b volker_b ist offline
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AW: Die besten TT-Vereine Mittelfrankens aller Zeiten

Eigentlich möchte ich nicht zum Dauerposter werden, aber eine Erwiderung zum letzten Beitrag von Bernd möchte ich schon loswerden.

Zitat:
Zitat von Bernd Beringer Beitrag anzeigen
Meine (vorsichtige) Antwort: Jugendarbeit lohnt sich dann, wenn der Verein mit mindestens einer Mannschaft und danach mit einem guten Unterbau so weit aufsteigt, dass die besten Jugendlichen des Vereins gehalten werden können, weil sie in einer ihnen angemessenen Erwachsenen-Liga spielen können. Denn auch das ist notwendig: Man muss den Talenten Perspektiven bieten, sonst gehen sie weg, sogar freiwillig, also ohne "mit dem angeblich großen Geld" abgeworben worden zu sein.

Es bringt also für den Verein mE wenig, geschätzter Volker, wenn er mit (s)einer Jugendmannschaft in die Bayernliga aufsteigt und mit seiner höchsten Erwachsenen-Mannschaft in der Bezirksliga verbleibt. Dann bekommt er von tarantino (und Dir ) zwar viele Statistik-Punkte, aber der Verein bleibt zweit-, dritt- oder fünftklassig, und die Talente sind halt irgendwann weg, weil die Erwachsenen-Bezirksliga (oder die Landesliga oder die Bayernliga) eindeutig zu niedrig ist für sie.
Ich denke Jugendarbeit sollte nicht (nur) in Hinblick auf ihren späteren Einsatz in Damen-/Herrenmannschaften betrieben werden. Wenn die Kinder und Jugendlichen 5-6 Jahre mit Begeisterung und vielleicht auch erfolgreich Tischtennis gespielt haben, so hat es sich schon gelohnt.

Wenn ich zurück denke, wieviele Wochenenden ich in Turnhallen mit unseren Schützlingen gehofft, gebangt, getrauert und gejubelt habe, so sind dies überwiegend positive Erinnerungen, die ich nicht missen möchte.

Natürlich ist es stets ein kleiner Tiefpunkt, wenn Jugendliche aufhören oder den Verein wechseln, weil sie sich woanders bessere Perspektiven versprechen. Doch ich freue mich aufrichtig, wenn unsere Ehemaligen in höheren Gefilden erfolgreich spielen (z.B.: Saskia und Sven Schaub, Simone Potenz, Karin Reck, Philipp Greiner).

Vor einandhalb Jahren hatten wir anlässlich unseres 40-jährigen Abteilungsjubiläums viele Ex-Aktive von uns eingeladen und sehr viele waren dieser Einladung gefolgt.

Wenn man dann überwiegend hört, dass ihre Tischtenniszeit in Zeckern eine schöne Zeit war, dann hat sich die Jugendarbeit gelohnt - auch wenn wir deren Früchte nicht in den Erwachsenenteams ernten können.

Und noch etwas: Vor ca. vier Wochen hat sich Heiko Hildel, in seiner Schülerzeit auch einmal Bezirksmeister und 2. im AK-IV-Doppel bei den Bayer. Meisterschaften wieder bei uns eingefunden. Er hatte mit 16 mit dem Tischtennis aufgehört und jetzt nach ca. 10 Jahren ist es sehr wahrscheinlich, dass er künftig unsere 1. Herrenmannschaft verstärkt und verjüngt.

Auch wenn dies nur für die 3. Bezirksliga ist - für mich auch ein Beleg: Jugendarbeit lohnt (fast) immer.

in diesem Sinne
tschüss
Volker
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