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Alt 03.02.2007, 20:49
henrypijames henrypijames ist offline
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Chinesische Superliga CTTSL - Chinese Super League 2007

Die Anmeldung der Clubs fuer die Superliga-Saison 2007 sind vorlaeufig abgeschlossen. Hier die Liste (in Reihenfolge der Endplatzierung der letzten Saison):

- Herren:
1. Shaanxi Yinhe
2. 8-1 Industrial and Commercial Bank of China
3. Shandong Luneng
4. Zhejiang Ningbo Haitian
5. Zhejiang Haining Hongxiang
6. Jilin Songyuan Eurasia Huadu (in der letzten Saison als Jiangsu Zhongchao Eletric Cable bekannt)
7. Wuxi Jiangnan Electric Cable
8. Liaoning Jinzhou Wantong
9. Sichuan Quanxing
10. Ningbo Beilun Haitian (Neueinsteiger, der die Lizenz des Aufsteigers Shandong Luneng II abgekauft hat)

- Damen:
1. Beijing Capital
2. Shandong Luneng
3. Peking University Founder
4. Jiangsu Wuxi Shanhe
5. Liaoning Angang Xinzha
6. Langfang Baichuan Gas
7. 8-1 Industrial and Commercial Bank of China
8. Guangdong Sagawa Express
9. Shanghai Edenweiss East China University of Science and Technology (Aufsteiger; "Edenweiss" ist offensichtlich eine Falschschreibung von "Edelweiss", aber so ist der offizielle englische Name der Sponsor-Firma nun mal, und obwohl diese ziemlich gross ist - boersennotiert - hat man den Fehler nie korrigiert, wenn ueberhaupt notiert)
10. Chongqing Kangde (Aufsteiger)

Ein ziemliches Chaos herrscht zwischen den nunmehr drei (!) Herren-Clubs aus der Zhejiang-Provinz: Zhejiang Ningbo Haitian war in den letzten sieben (!) Jahren eine Zusammenarbeit der Zhejiang-Provinzmannschaft und dem Sponsor-Firma Haitian. Diese Zusammenarbeit brach Haitian November letzten Jahres ab, weil sie angeblich unzufrieden mit der Nachwuchs-Arbeit der Provinzmannschaft war: In all den Jahren hatte man nicht geschafft, einen prominenten Spieler an die Nationalmannschaft zu schicken, und die zweite Mannschaft des Clubs war zuletzt von der 1-A-Liga in die 1-B-Liga abgestiegen.

Haitian stieg also aus der Kooperation aus, aber keinesfalls aus dem Tischtennis-Sport. Die Firma kaufte eine Lizenz vom neuen Aufsteiger Shandong Luneng II ab und liess einen neuen Club namens Ningbo Beilun Haining gruenden (Beilun ist ein Stadtteil der Stadt Ningbo in der Provinz Zhejiang), der bislang allerdings noch eine leere Huelle ohne Spieler ist - trotz eines Wahnsinnsbudgets von 700,000 Euro fuer die kommende Saison. Allerdings gibt es in Beilun eine staatliche Tischtennis-Schule, und Haitian scheint sehr entschlossen zu sein, Beilun zu einen der groessten Tischtennis-Zentren Chinas aufzubauen.

Die Provinzmannschaft sucht seit der Trennung nach einem neuen Sponsor fuer ihren Club - bislang leider erfolgslos, daher traegt dieser im Moment noch immer den alten Namen. Bis zum Saisonbeginn ist aber zu erwarten, dass er sich in irgendwas anderes als "Haitian" umbenennen wird.

Aehnlich schlecht - in gewisser Hinsicht sogar schlechter - geht es Zhejiang Haining Hongxiang (der letzte Saison u. a. Timo Boll verpflichtete), einem relativ jungen Club. Vor zwei Jahren gruendete er sich als Zusammenarbeit der Anhui-Provinzmannschaft und der Firma Hongxiang, und der Kooperationsvertrag sollte eigentlich bis Ende dieses Jahres laufen. Zum Jahresbeginn kuedigte die Firma Hongxiang jedoch ploetzlich an, dass sie sich ebenfalls von ihrem Club trennen moechte.

Aber auch Hongxiang will die Tischtennis-Superliga offensichtlich nicht verlassen. Sie erwaegt angeblich, einfach mit einem anderen Club zu kooperieren. Konkret hat sie natuerlich vor allem den alte Haitian-Club im Auge, der von Spielstaerke her dem alten Hongxiang-Club deutlich ueberlegen ist. Sehr wahrscheinlich hat die Firma Hongxiang nach der Haitian-Trennung etwas gedacht wie, "der Junge neben mir hat ja ein besseres Fruehstueckspaket als ich, und da er es wohl nicht mehr essen will, nehme ich es mir und schmeiss mein eigenes einfach weg." Offensichtlich eine sehr unfeine Art, zumal die Kuendigung voellig unerwartet und extrem kurzfristig vor dem Saisonbeginn geschah.

Der alte Hongxiang-Club will sich das alles natuerlich nicht gefallen lassen und droht eventuell vors Gericht zu ziehen. Das ist wohl auch der Grund, warum sich die Firma Hongxiang und den alten Haitian-Club bislang noch nicht zusammengefunden haben.

Drei Clubs aus einer Provinz, aus der Marketing-Sicht ist das mindestens einer zuviel. Und alle drei suchen nach etwas, was ein anderer schon hat, aber nicht hergeben will. Wie sich diese geradezu filmreife Dreieckbeziehung schliesslich ausspielen wird, wird auf jedem Fall eine sehr spannende Geschichte.

Zusaetzliche Schwierigkeiten bringen neue Regularien der Superliga-Verwaltung, wer wie fuer welche Geldsumme welchen Spieler wie lange verpflichten darf. Diese Regularien sind derzeit noch in der Diskussion und keine beschlossene Sache. Ein Aspekt davon erwaehne ich in meiner Kolumne in der kommenden Februar-Ausgabe des tischtennis-Magazins, ueber weitere Einzelheiten plane ich in der Maerz- und/oder April-Ausgabe zu berichten.

Geändert von henrypijames (03.02.2007 um 22:37 Uhr)
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