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Alt 08.02.2007, 15:08
Chinabomber Chinabomber ist offline
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AW: Schlechte Rückhand

Sven M. schreibt:
Zitat:
Ich bin weiterhin der Meinung, dass die Unterschiede, die durch den unterschiedlichen Balltreffpunkt am Schläger hervorgerufen werden, minimal und für Spieler in Hobbyklassen kaum von Bedeutung sind.
Da liegst du aber völlig daneben. Bei Aufschlägen trifft das mit Sicherheit zu, weil die Bewegungen wesentlich komplexer sind.
Aber ich kenne niemand, der nicht versuchen würde beim RH-Topspin den Ball möglichst weit außen zu treffen. Der Zuwachs an Schlägergeschwindigkeit auf der Außenbahn im Vergleich zur Innenbahn oder Mitte, ist extrem groß und die Schwierigkeit des Balltreffpunktes ist vergleichsweise nur minimal schwerer.
Ob man beim Erlernen des RH-Topspins anfangs auf das Handgelenk verzichten sollte oder ob man es direkt miteinbauen sollte, ist sicherlich diskussionswürdig, der optimale Balltreffpunkt aber mit Sicherheit nicht.

Früher war die vorherrschende Meinung, man sollte erstmal nur aus dem Arm spielen und das Handgelenk später einbauen. Heute wird das Handgelenk beim RH-Topspin insgesamt mehr betont als früher, was in erster Linie am Frischkleben festzumachen ist. Was für den einzelnen Spieler optimal ist, ist sicherlich nicht allgemein zu beantworten, weil die Trainingsintensität und Trainingshäufigkeit hier eine entscheidende Rolle spielen. Der Handgelenkseinsatz nach heutiger mehrheitlich vorherrschenden Lehrmeinung ist sehr komplex und sehr fehleranfällig, wenn man 1. keine optimale Betreuung hat und 2. kein sehr hohes Trainingspensum hat. Mit 2 mal in der Woche 1,5 Stunden TT lernt Otto Normalbegabter so keinen sicheren und verläßlichen RH-Top auf unterschiedliche Bälle. Unsichere Schläge führen aber bei den meisten Leute irgendwann dazu, den Schlag abzuhaken und nicht mehr zu benutzen. Auf leichten bis mittleren US können die meisten nach meiner Erfahrung mit der neuen Technik nach relativ kurzer Zeit recht anständig ziehen, wenn sie richtig zum Ball stehen, aber bei starkem US hört der Spaß dann schlagartig auf. Die größten Probleme haben die Leute bei dieser Technik nach meiner Erfahrung mit einfachen leeren Bällen oder mit Bällen ohne viel Schnitt, die sie im Spiel reihenweise ins Aus ziehen. Dann ändern sie etwas and er Schlägerhaltung oder Schlagausführung und haben 2 Tage später dann Probleme mit etwas anderem. Von Sicherheit kann keine Rede sein, es sei denn sie haben ein extrem hohes Trainingspensum.
Die alte RH-Schule führt bei Otto Normalbegabter nach meiner Erfahrung eher zu einer guten allgemeinen Sicherheit - und nur darauf kommt es bei Normalsterblichen beim RH-Topspin an. Für die meisten Ansprüche reicht es aus, wenn die RH sicher und verläßlich ist, so daß man mit ihr gut vorbereiten und platzieren kann. Mehr ist gar nicht nötig.

Geändert von Chinabomber (08.02.2007 um 17:15 Uhr)
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