Einzelnen Beitrag anzeigen
  #3  
Alt 26.02.2007, 14:38
fliptt fliptt ist offline
registrierter Besucher
Forenmitglied
 
Registriert seit: 06.02.2005
Beiträge: 113
fliptt ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Was ist bei betreuen zu beachten?

Was Tischtennisguru schreibt ist richtig. Es ist aber auch wichtig als betreuer ein gewisses theoretisches Wissen zu haben. Wie spiele ich z.B gegen VH-dominant wie gegen Rh-dominant wie gegen bestimmte Schlägerhaltungen oder umgreifen. Im besten fall sollte natürlich auch der Spieler so was wissen.... Der Trainer aber auf jeden Fall.

Desweiteren ist es wichtig den gemütszustand seines Spielers richtig zu erkennen und so in die richtige Richtung auf ihn einwirken zu können. Ist er überdreht oder nervous beruhigend, hat er nicht genug Spannung motivierend etc.....

Nur wenn mein Spieler in einem fast perfektem mentalem Zustand ist macht ein Taktisches coachen überhaupt Sinn. Wichtiger als das coachen während des Spiels ist es den Spieler vor dem Match Taktisch einzustellen. Hierzu ist es natürlich nötig den gegner zu kennen, ihn also schon vorher kurz bei anderen Spielen zu beobachten, Schlägerhaltung etc. erkennt man ja schon in wenigen Ballwechseln, oder wenn schon einmal einer eurer Spieler gegen ihn gespielt hat einen Blick auf die entsprechenden Noticen zu wefen, die sich jeder Trainer machen sollte. bei Ranglisten etc. Spielen unsere Schützlinge ja schon sehr oft gegen die gleichen Gegner und es ist ein riesen Vorteil wenn man schon im ersten Satz eine klare Taktische Linie hat, das gibt sicherheit und oft auch den Sieg....

Oft Notiere ich mir auch etwas während eines Satzes, so fällt es mir einfacher zu entscheiden welche 2-3 anweisungen ich geben möchte oder was ich loben sollte. Kurz vor dem Satz ende Schaue ich nach und kann dann mit sehr geordneten gedanken coachen und eine gewisse Sicherheit ausstrahlen die sich dann auch auf den Spieler überträgt. Oft ist man ja beim coachen ziemlich aufgewühlt und das sollte der Spieler nicht merken....

Am Ende noch etwas kritisches zum coachen allgemein. Besonders bei jungen Spielern sollte man sich sehr genau überlegen ob es unbedingt nötig ist überhaupt zu coachen während des Spiels. Die Ergebnisse die man als c oder b schüler spielt sollte man nicht überbewerten. Denn es ist später extrem wichtig das unsere Spieler am Tisch sehr selbstständig sind und auch selbstständig während eines Satzes, wenn wir also keine neuen Anweisungen geben können, ihre Taktik bei Bedarf ändern. Stellt der gegner sine Taktik im Satz um muss ein spieler sofort eigenständig darauf reagieren können sonst ist der Satz leicht verloren. Ei wirklich selbsbewusster spieler setzt sich auch über die Anweisung des Trainer hinweg wenn er erkennt das diese nicht mehr erfolgreich sind. Ein Spieler der immer alles vom Trainer vorgegeben bekommt lernt dies nicht. Desweiteren finde ich es auch wichtig das der Spieler selber in die Verantwotung genommen wird. Verliert er ist es alleine seine "Schuld" gewinnt er ist es allein sein Erfolg.... So lernt ein Spieler seine leistung im Wettkampf und im training zu reflektieren und lernt sich selbständig zu einem Erfolgreichen Spieler zu entwickeln, der sich selbst in eine optimale Stimmung für den Wettkampf bringen kann, und der weis das er die basis für Erfolge im Training setzten muss.

Gespräche vor oder nach einem Wettkampf und Training, Analysen mit oder ohne Video sind natürlich unverzichtbar, und eine große Hilfe für den Spieler sich selber richtig einzuschätzen.

Alles in Allem sollte das ganze immer eine Positive Sache sein.....
Mit Zitat antworten