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AW: Bezirksklasse Nord Gr.B 06/07
Für Plankstadt steht am Wochenende die Stunde der Wahrheit auf dem Programm. Anlass genug für unseren rasenden Reporter Harry Hirsch ein Gespräch mit einem Plankstädter Beteiligten, der verständlicherweise anonym bleiben möchte, über die derzeitige Tabellenkonstellation und das anstehende Wochenendprogramm zu sprechen:
- Mister Pipe (Name von der Redaktion geändert), die Plankstädter stehen kurz vor dem Abgrund zur Kreisliga. Das Restprogramm sieht für Ihre Truppe nicht sehr rosig aus. Wie sehen sie die Möglichkeiten, den drohenden Abstieg zu verhindern.
Mister Pipe: Viele Experten sehen in Plankstadt den potenziellen zweiten Absteiger der Bezirksklasse B, übrigens so nebenbei bemerkt, der stärksten Bezirksklasse, die es je gab. Natürlich spricht der bisherige Verlauf der Rückrunde nicht für uns - ein mickriges Pünktchen bisher ist entschieden zu wenig. Unser Kampfgeist ist trotz herber Rückschläge immer noch ungebrochen und die Moral stimmt einfach in unserem Team. Faktoren also, die dafür sprechen in entscheidenden Spielen die wichtigen Punkte einzufahren, gerade jetzt am kommenden Großkampftag-Wochenende.
- Genau, sie sprechen die anstehende Begegnungen in Oftersheim und gegen Hockenheim an. Oftersheim überraschte in der Rückrunde mit einigen Achtungserfolgen und Hockenheim verblüffte die Fachwelt mit einem Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten Ladenburg. Was wollen Sie dagegen ausrichten, zumal Ihr Punkt zwei mit einen Null-Prozent-Bilanz maßlos überfordert zu sein scheint.
Mister Pipe: Na, na, nun machen Sie mal halblang, wir wollen den Teufel doch nicht an die Wand malen. Dass besagter Punkt zwei bisher noch kein Rückrundenspiel gewonnen hat, ist ein wichtiger Bestandteil des taktischen Konzeptes gegen Oftersheim und Hockenheim. Weiter möchte ich mich hier nicht äußern, aber die Fachwelt wird nach dem Wochenende ungläubig die Köpfe schütteln. Außerdem liegen die Stärken dieses Spielers nicht unbedingt an der Platte. (Ein Schmunzeln zieht über Mister Pipes Gesichts)
- Soll das heißen, dass Plankstadt wie so oft in die Pscho-Trickkiste greifen will?
Mister Pipe: Wenn's ums Überleben geht macht es Sinn, alle erlaubten Mittel unter dem Aspekt der sportlichen Fairness einzusetzen. Wir sind Spieler mit pazifistischem Gedankengut, aber bei Abstiegsgefahr in Verzug sind gewisse Kollateralschäden nicht gänzlich zu vermeiden.
- Auch wenn Sie am Wochenende beide Spiele verlieren sollten, stehen sie punktemäßig immer noch auf einen Nichtabstiegsplatz - Wie sehen sie dann die weitere Entwicklung.
Mister Pipe: Richtig analysiert. Wir können uns sogar erlauben zu verlieren, aus diesem Grund stehen wir nicht unter Druck, im Gegensatz zu unseren Gegnern (Anmerkung der Redaktion: Piwi und rad), die sich mit wahnwitzigen Wetteinsätzen an den Rand des Ruins treiben können. Aber wir möchten nicht auf die Hilfe anderer Vereine angewiesen sein, wir nehmen am Wochenende das Heft selbst in die Hand und werden mit zwei harterkämpften Siegen die Fachwelt überraschen und das Thema Abstieg endgültig aus unserem Wortschatz verbannen.
- Ihren grenzenlosen Optimismus in allen Ehren, was gedenken Sie zu tun, wenn Plankstadt beide Spiele verliert, haben Sie einen Plan B vorbereitet?
Mister Pipe: Für diesen Fall, der in meinen Augen nicht eintreffen wird, hat die beste Ehefrau von allen vorgesorgt: 3-monatige-Forums-Entziehungskur auf den Spargelfeldern der Umgebung unter Auschluss der Öffentlichkeit.
- Ich danke Ihnen für dieses ehrliche Gespräch und wünsche Ihrer Mannschaft und Ihnen am Wochenende viel Erfolg.
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Wenn alle dafür sind, bin ich gerne dagegen! Ist doch klar!
(Schwätzinger Zeitgeistlästermaul)
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