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Alt 27.02.2007, 12:21
Meister Meister ist offline
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AW: Regionalliga Süd 2006/07

TTC muss weiter bangen
Beim 4:9 gegen den ESV Weil fiel die Niederlage deutlich zu hoch aus


„So langsam müssen wir mal wieder gewinnen“ resümierte TTC-Oldie Gerd Werner nach der 4:9-Heimpleite der TTC-Sechs gegen die gut aufgelegten Gäste aus dem südbadischen Weil, welche die dreistündige Anreise von der Schweizer Grenze scheinbar problemlos weggesteckt hatten. Warum man als hochmotivierter Abstiegskandidat gegen die im Tabellenniemandsland platzierten Eisenbahner am Ende auch kämpferisch unter die Räder kam, war den meisten der ca. 80 Zuschauer nicht klar geworden.
Die weiterhin unbesiegten Bondarev/Lakmann hatten ihre Farben mit einem 3:0 über Mnich/Kovac in Front gebracht, Pätzold/Back mit dem gleichen Ergebnis gegen Weils Spitzendoppel Pagonyi/Karlovic den Kürzeren gezogen. Klumpp/Beranek standen beim 8:10 im dritten und 6:10 im vierten mit dem Rücken zur Wand und hatten dann doch selbst den Entscheidungssatz auf dem Schläger.
Im Linkshänderduell mit Denis Karlovic konnte sich Andrej Bondarev für seine Vorrundenniederlage revanchieren. Nach knapp gewonnenem ersten Satz demontierte er seinen kroatischen Kontrahenten in den Durchgängen zwei und drei. Auch Daniel Pätzold legte gegen den Ungarn Robert Pagonyi los wie die Feuerwehr, konnte aber trotz sensationeller 11:2 und 6:1-Führung kein Brikett mehr drauflegen.
In der Mitte gingen zwei begeisternde Partien in den Entscheidungssatz: Tim Klumpp rang den stark aufgelegten Defensivstrategen Alen Kovac trotz 1:2 und 5:7 noch knapp nieder, Robert Lakmann hatte gegen den muskulösen Ex-Jugend-Europameister Norbert Mnich im finalen Durchgang nichts mehr entgegenzusetzen.
Hinten wollte man nun mit Unterstützung der TTC-Fans in Führung gehen, was aber kräftig in die Hose ging. Kapitän Peter Beranek wirkte gegen den deutlich spritzigeren Youngster „Kiki“ Switajski in den entscheidenden Spielsituationen athletisch überfordert, Sicherheitsexperte Christian Back ließ unter dem Motto „wer riskiert, verliert“ eine komfortable 1:0 und 6:2-Führung gegen Konterkaiser Tobi Hummel sträflich ungenutzt.
Mit einem fast schon vorentscheidenden 3:6-Rückstand ging man zum zweiten Mal in die Spitzeneinzel: Russe Bondarev hatte dabei leichte Vorteile bis zum 9:8 im Eingangssatz, konnte die anschließende hollywoodreife One-Man-Show von Robert Pagonyi nur mit mehrfachem Kopfschütteln kommentieren. Hatte Fortuna in der Vorrunde noch Denis Karlovic assistiert, durfte sich diesmal Daniel Pätzold bei 0:1 und 7:10 über drei Netzroller freuen. In den Durchgängen drei und vier riskierte der lauffreudige Publikumsliebling Kopf und Kragen und rang den Weiler Halbdistanzspieler nieder.
Die Mitte der südbadischen Gäste beendete die viel zu einseitige Partie: Klumpps Anstrengungen verpufften wie befürchtet an der fehlerfreien Rückhand von Mnich, der bärenstarke Kovac beendete die Begegnung mit einem fast fehlerfreien Ritt gegen Lakmann.
Die Entscheidung über den Klassenerhalt hat der TTC damit wenig erfolgreich vertagt. In den beiden kommenden Partien gegen die Spitzenteams aus Offenburg und in Steinheim liegt die Latte nach den zuletzt gezeigten Leistungen vermutlich zu hoch, punkten kann man allenfalls am Schlußwochenende gegen die direkten Abstiegskandidaten Neustadt/Aisch und Stuttgart.
11.03. 14:00 TTC Weinheim – DJK Offenburg
24.03. 19:00 TSG Steinheim - TTC Weinheim
31.03. 15:00 TTV Neustadt - TTC Weinheim
01.04. 14:00 TTC Weinheim – DJK SB Stuttgart
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