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Zitat von Red Devil
Hallo Klugscheisser,
Ich respektiere Deine Bedenken und biete Dir an, Deine Vorurteile im konkreten Fall abzubauen.
Gruß
Red Devil
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Wenn du meine Bedenken richtig liest, wirst du feststellen, dass ich niemandem etwas unterstelle; am Wenigsten dir oder dem Studenten. Aber informiere dich bitte mal, was im kommerziellen Adress-Handel so üblich geworden ist. Keiner, der damit (gutes) Geld verdienen will, veröffentlicht seine wahren Motive. Da gibt es Umfragen, Gewinnspiele und vieles mehr. Das Gemeinsame: du musst deine Telfonnummer, Faxnummer, Adresse oder Email angeben. Diese Adressen werden dann nach (Kauf-) Interessen sortiert und kommerziell weiter verwertet. Kannst ja mal googeln, wie viele Firmen sich ganz offiziell damit beschäftigen.
Dein Student oder sein Prof müssen davon gar nichts wissen, vielleicht sollte sie aber jemand darauf hinweisen.
Würdest du als vorgeschalteter Filter die Garantie übernehmen, dass die personengebunden Daten vor Weitergabe aus den Fragebögen wirksam entfernt werden? Würdest du im Streitfall für jede Klage die Gerichts- oder Abmanhkosten persönlich übernehmen? Oder der Student?
Welche Hinweise stehen denn auf den Fragebögen, die die informationelle Selbstbestimmung betreffen? Haben die noch einen Sinn, wenn die Bögen per Email angefordert werden müssen und die Leute damit schon "die Hosen runtergelassen" haben? Der Fragebogen mit den harmlosen Fragen ist dann ja schon ohne Bedeutung.
Bitte verstehe das nicht falsch; es geht mir nicht um dich oder den Studenten, ich behaupte, ihr habt beste Absichten. Aber was geschieht nach der Aktion mit den Adressen? Nicht überprüfbar.
Mein Vorschlag, wie man diese Aktion sauber und ohne Risiko durchführen könnte:
Fragebögen ausdrucken und per Post an die Vereine schicken mit der Bitte, diese an die Mitglieder zu verteielen. Die Adressen können aus den öffentlichen Bereichen des Internets (click-tt) oder des Telefonbuchs entnommen werden. Das macht natürlich mehr Arbeit und kostet Porto.
Diese Fragebögen sollten dann einen ausführlichen und verständlichen Hinweis enthalten, was mit den freiwilligen Angaben -z.B. zum Kaufverhalten geschieht. Persönliche Angaben, wie Adresse, Email, "Telefonnummer für Rückfragen" sind nicht notwendig und würden wieder mein genetisch bedingtes Misstrauen wecken
Diese Bögen können dann vom Verein wieder eingesammelt und an den Fragesteller zurückgeschickt werden. Klar, kostet Arbeit und Porto.
Zu deiner Info: auch ich gebe an "interessierte Kresie" manchmal meine Daten freiwillig weiter, aber nur, wenn das vorher sauber abgeklärt ist.
So, nun zu deiner Aufforderung, ich solle mich hier nicht weiter dazu äussern. Das provoziert mich natürlich ....
Wie du schon geschrieben hast, sind das hier alles mündige User, die selbst entscheiden können. Sollen sie auch, ich werde keinem davon ab- oder zuraten. Ich war aber bisher der Einzige, der die Aktion aus der Sicht der "informationellen Selbstbestimmung" beleuchtet hat. Meine Aussage gilt nicht nur für die Aktion "400 Fragebogen zum Tischtennis-Konsumverhalten", sondern für alle ähnliche Aktionen.
Fazit: User, macht, was ihr für richtig haltet.