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AW: Tischtennis-Kopfsache !
Ich stelle einfach mal eine Situation dar, die nicht weit von der Realität ist.
Damit sich niemand angesprochen fühlt nenne ich die eine Person Hans und die andere Werner.
Hans spielt gegen Werner, beide sind relativ gleich gut.
Man spielt um nen Kasten Bier, damit sich das Anstrengen auch lohnt.
Nun gibt es folgende Situation:
Hans ist heute morgen mit dem richtigen Bein aufgestanden und hat dazu noch einen wunderbaren Tag gehabt- Erfolg auf der Arbeit, Sex mit einer Unbekannten und er hat einer alten Frau das Leben gerettet.
Er verhaut Werner im ersten Satz mit 11:3.
Das findet Hans richtig cool und denkt sich:
Fette Party, im nächsten Satz gibts wieder Bash.
Werner hingegen ist heute morgen mit dem falschen Bein aufgestanden, hat sich zu allem Überfluss mit seinem morgendlichen Hosenzelt noch an der Wand gestoßen und ernsthafte Schmerzen zugezogen.
Außerdem wurde er von der MCDonals Drive-in-Frau ausgelacht.
Das findet Werner uncool.
Deshalb hat Hans ihn im ersten Satz 11:3 verhauen.
Scheiße, denkt Werner. Im nächsten Satz kriegst du wieder Bash.
Die gute alte "self fullfilling prophecy" geht mal wieder auf und Hans ledert Werner auch im zweiten Satz ab.
Hans verspürt Genugtuung und ist in Gedanken schon mit seinem Kasten Bier zu Hause und guckt Fussball.
Werner hingegen wird so langsam aggressiv.
Ihm tut der Dödel weh und nun verliert er noch gegen Hans.
Das will Werner vermeiden.
Deshalb denkt sich Werner:
Den dritten Satz gewinnst du jetzt!
Hans macht sich darüber keine Gedanken, er hat gerade das erste mentale Bier getrunken und schlägt auf.
Den dritten Satz verliert Hans.
Das findet er ärgerlich- nicht nur wegen dem Ergebnis sondern weil sich Werner sehr freut.
Die Situation hat sich binnen weniger Sekunden geändert:
Werner ist am Drücker und will den bisherigen Kacktag wenigstens mit nem Kasten Bier beenden, damit er sich ordentlich die Buzze wegkloppen kann.
Hans hingegen interessiert das nicht.
Er ist seiner Meinung nach schon Sieger.
Deshalb verliert er auch den 4ten Satz, womit es 2:2 steht.
So langsam wird Hans nervös, sein Gegenüber schäumt schon aus dem Mund.
Werner gewinnt letztlich das Spiel und freut sich auf den Kasten Bier.
Dass er soeben eine psychische Wandlung durchgemacht hat, die für das Ergebnis verantwortlich ist, interessiert ihn nicht.
Hans hingegen glaubt nicht, was gerade geschehen ist.
Er fragt sich, wie er das Spiel verlieren konnte, wobei es so gut aussah.
Dass das mit der Einstellung zusammenhängt und nicht an seiner Geschlechtskrankheit, dworüber er bald erfahren wird, ist ihm unklar.
Ich will hiermit nicht sagen:
Habe keinen Sex mit fremden Frauen, sondern:
Tischtennis ist durchaus Kopfsache.
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