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Zitat von abundantio
Wenn Du genau liest, was ich schreibe, steht da, "dass es einen Kern gibt, über den man diskutieren kann" - korrekt? Korrekt - genau das steht da!!!
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Nur die Ruhe, zwei, drei und mehr Ausrufezeichen machen die Sache nicht besser. Ich bin durchaus in der Lage, mich mit Geschriebenem auseinander zu setzen und auch genau zu lesen.
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Zitat von abundantio
Ich habe mich halt nicht weiter darauf bezogen, was damit gemeint ist. Um es dann halt im Klartext zu formulieren: ich bin durchaus nicht mit allen Geschehnissen in diesem Zusammenhang konform und total vereinsblind.
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Das ist schon mal beruhigend, daß auch Fuldaer Fans diese Angelegenheit problematisch sehen und da nicht mit dem Fuldaer Vorstand konform gehen.
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Zitat von abundantio
Vor allem die Aussage bezüglich Müllers Mutter und zukünftiger TT-Spiele finde auch ich sehr unbedacht und fragwürdig.
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Ja, das war äußerst unbedacht und nicht nur fragwürdig, sondern würde vermutlich auch in jedem anderen Bundesligaclub zum sofortigen Rücktritt des Vorstandes führen, denn so etwas ist untragbar, die Außenwirkung verheerend und ich kann mir im Moment eigentlich nichts vorstellen, was im Tischtennis und vor allem dem "eigentlichen..." Aushängeschild 1.Bundesliga unprofessioneller sein könnte, also so eine Aussage von einem Bundesligavorstand.
Ich hatte bislang die Gelegenheit, mit zwei Mannschaftskameraden, zwei Familienmitgliedern und zwei Arbeitskollegen darüber zu sprechen, für deren Meinung ich mich interessiert habe, da mich selten etwas so schockiert hat. Klare Rückmeldung: Unfassbar, untragbar, irreparabler Schaden, sofort zurücktreten.
Wenn ich die Reaktionen von manch anderen hier sehe, da wundert es mich nicht, welchen Stellenwert Tischtennis in der Öffentlichkeit hat, denn wenn sich hier eher etwas belustigt über das Verhalten dieses Fans geäußert wird und daß endlich mal was los sei, statt sich wirklich einmal der Tragweite der Aussagen des Fuldaer Vorstandes bewußt zu werden, dann weiß ich auch nicht.
Man stelle sich mal vor - es muß ja nicht gleich Uli Hoeness oder Karl-Heinz Rummenigge von Bayern München sein - irgendein Präsident eines Fußballbundesligisten ehrt vor Spielbeginn einen Fußballfanclub, der zwar nicht den Hooligankreisen zugeschrieben wird, aber für seine radikal-extremen Auftritte bekannt ist, zahlt denen die nächste Reise zu einem wichtigen Spiel um dort ebenfalls Randale zu machen und ehrt die vor allem noch mit der Aussage daß sie es endlich geschafft haben, daß die Mutter des Managers des Vereines XY nie wieder in ihrem Leben ein Fußball-Spiel besuchen wird.
Das wäre ein riesen Skandal und derjenige Präsident würde vermutlich am nächsten Tag seinen Hut nehmen.
Und wir müssen da nicht nur von Fußball sprechen, das wäre in der Handball- oder Basketball Bundesliga nicht anders. Aber wir spielen ja nur pingpong, stimmt, ganz vergessen... wir dürfen ja unprofessionell sein und bemitleiden uns dann wieder selber, welchen Stellenwert wir in der Öffentlichkeit haben und dass die Welt ja so ungerecht ist, dass wir nicht im Fernsehen gezeigt werden.
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Zitat von abundantio
Aber es kann einfach nicht sein, dass durch diese Sache Fulda und seine Fans dermaßen in Mißkredit gebracht wird. Allein schon die Schlagzeile "Zoff um Fuldas Fan-Kultur" suggeriert dem geneigten Leser, dass es anscheinend ein grundsätzliches Problem mit Fuldas Fans gibt - und das ist einfach absurd.
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Diese Überschrift konnte ich hier bei tt-news nicht finden, da steht lediglich "Presseerklärung der Müller Würzburger Hofbräu" ohne jegliche Wertung.
Und ich denke auch, dass es Frank Müller nicht um die Fans in Fulda allgemein ging, sondern genau um die geschilderte Situation und dass er es nicht dulden wird, dass dieser aufgestachelte Fan auf Vereinskosten nach Würzburg reisst, um dort eine ähnliche Randale zu machen wie in Fulda erst gegen Würzburg, dann gegen Frickenhausen und auch weitere hierdurch aufgestachelte Fangruppen mit dem Ansatz Situationen zum eskalieren zu bringen, nicht geduldet werden sollen. Um die ganz normalen Fans aus Fulda ging es da mit Sicherheit nicht, das sollte auch nicht reininterpretiert werden (oder denkt jemand ernsthaft, Frank Müller will gegen Fulda unter Ausschluß der Öffentlichkeit spielen!?).
Es ist ganz klar, zu was solche Unsportlichkeiten führen könnten, wenn man sich an die Eskalation von Fans in Frickenhausen vor einigen Wochen erinnert (
hier), da will ich mir nicht ausmalen, was mit einem in Würzburg randalierenden (oder wie Fulda es bezeichnet "stark brüllenden Superfan") Hermann Josef Wiegand passieren würde wenn es heiß wird.
Das darf alles nicht davon ablenken, daß der Fuldaer Vorstand aus meiner Sicht zurücktreten muß, alleine schon für die häßliche Aussage während einer grotesken Ehrung für - nicht nur aus meiner Sicht - Unsportlichkeit: daß „er es endlich geschafft habe, daß die Mutter des Managers der Müller Würzburger Hofbräu nie wieder in ihrem Leben ein Tischtennis-Spiel besuchen wird“
Unfassbar.

(Tischtennis... pingpong...)