Zitat:
Zitat von TT-Spielerin
Ich möchte hier weder das Verhalten des ,,Fans" noch das des Fuldaer Vorstands schönreden, halte aber definitiv die Reaktionen für übertrieben.
Irgendwo weiter oben hat schon einmal jemand geschrieben, dass sich Tischtennis nicht wundern muss, dass das Interesse in der Öffentlichkeit gering ist.
Durch meinen Freund - ehemaliger Basketballprofi - habe ich das ein oder andere Basketballspiel auf vergleichbar hohem Niveau verfolgt und da gehört es zum Alltag, dass Fans Spieler als A..., W... oder ähnliches bezeichnen. Auch die Schiedsrichter bekommen auf die selbe Art und Weise ihr Fett weg... Von uns gegnerischen Fans gar nicht zu sprechen.
Und auch der Ton Vorstand - gegnerische Fans ist häufig sehr derbe.
Ich muss sagen: ja, die Verhältnisse im Basketball stören mich, ich bin schließlich gut erzogen worden  , dennoch muss ich sagen, dass ich das Gefühl habe, dass gerade deshalb viele Leute zum BB gehen, um dort mal ihren Frust abzulassen und sich mit einem Team zu identifizieren.
Die Fankultur ist in unserem Sport ohnehin schon viel zu gering ausgeprägt. Ich befürchte durch solche Aktionen wie Herrn Müller - mögen sie auch im Sinne des Fair play gemeint sein - eher einen weiteren Imageschaden. Schließlich ist TT sowieso schon bei vielen als langweilig verpönt. Will man jetzt den wenigen Vollblutfans auch noch Hallenverbote erteilen, fürchte ich wirklich um die Außenwirkung.
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Die Frage ist nur, wo diese Entwicklung und "Anpassung" mal möglicherweise endet!
Im Osten D´s (und nicht nur da) auf einigen Fußballfeldern wird zur Zeit in dieser Richtung ja auch eine ganze Menge geboten, da bleibt es des öfteren dann auch bei weitem nicht mehr bei verbalen Entgleisungen.
Die Bedürfnisse einiger Zeitgenossen sind heutzutage, da es in Mitteleuropa schon (zum Glück) seit Jahrzehnten keinen Krieg mehr gab, leider immer offensichtlicher auf Randale und Gewalt gerichtet und sie suchen nach Möglichkeiten, diese ausleben zu können, da sollte man sich nichts vormachen.
Ob man diesen wie ich finde perversen Tendenzen besser partiell und peu á peu nachgibt und hofft, sie letztlich dadurch kanalisieren zu können, ist für mich sehr fragwürdig und zweifelhaft...
Dieses mit "Fankultur(!)" und "Vollblutfans" zu umschreiben, finde ich eine ganz schöne Verharmlosung und vielleicht sogar Irreführung.