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Alt 18.07.2000, 06:17
Uwe Uwe ist offline
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Damit wollte ich sagen, das wenn Du einen Anti in der Abwehr einsetzt, der Gegner einfach genügend Zeit hat, sich auf den kommenden Ball einzustellen (deshalb hat der Anti ja so an Wirkung verloren). Wenn Du aber einen Anti im Angriff einsetzt (also Topspins ziehen oder kontern), hat der Gegner weniger Zeit zu reagieren. Als Folge davon wird der Gegner reflexmäßig (wir reagieren eigentlich alle immer nur auf Bewegungsabläufe des Gegners) mit einem Block- oder Konterball darauf reagieren und die Dinger gehen verdammt schnell ins Netz, weil die Antibälle einfach stehen bleiben und somit die "normale" Konter- oder Blockbewegung nicht stimmt.

Dem ganzen setzt man dann noch einen drauf, wenn man den Schläger dann auch noch während der Ballwechsel dreht (also z.B. mal Anti-Angriff, mal Normalbelagangriff). Da das Angriffsspiel in der Regel schnell ist, bleibt dem Gegner einfach sehr wenig Zeit, auf den Ball richtig zu reagieren (einmal bleibt der Ball stehen, einmal kommt er mit Spin auf einen zu und das ganze dann noch unter Stressbedingungen im Spiel!).
Das ganze klingt in der Theorie recht harmlos, aber wenn Du mal gegen so einen Spieler kommst und wenig oder gar nicht gegen Antitop trainiert hast, behaupte ich einfach mal, gehst Du einfach unter (vorausgesetzt der Antispieler ist selber nicht zu schlecht).

Entscheidend bei solchen Spielweisen ist einfach der Wechsel im Spiel und nicht der absolute Ball (der absolute Spin oder Unterschnitt ist sowieso nie entscheidend, sondern es ist immer nur der Wechsel, mit dem die Gegner nicht klarkommen).

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Alles Gute, bis zum nächsten Mal
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