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Alt 10.03.2007, 22:31
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AW: Tischtennis-Kopfsache !

Zitat:
Zitat von Ricardo Schimassek Beitrag anzeigen
Tischtennis sei zu 70% mental und 30% physisch ist völliger Unfug. Die Relation ist eher umgekehrt.
Wenn das Spielvermögen der Spieler sich um Klassen unterscheidet, dann hilft der beste Kopf nichts. Meist sieht es aber ja so aus, dass es im jeweiligen Paarkreuz alle Spieler nah beieinander liegen. Spielerisch ist es dann ein "Stein-Schere-Papier" Prinzip, wie ich gegen wen am besten spiele. Aber die "Kopfsache" kommt natürlich dazu.
In diesem Thread wurden bereits viele Beispiele genannt, wie man sich mit "Psychotricks" einen Vorteile verschaffen kann. Dies als unsportlich zu verurteilen ist einfach, geht aber an der Realität vorbei. In der sportlichen Auseinandersetzung der "Eins gegen Eins" Situation gewinnt bei annährend gleich starken Spielern derjenige, der es schafft, seinem Gegner zu vermitteln, dass dieser verlieren wird. Ein Großteil der Kommunikation läuft dabei über Körpersprache und Pseudomonologe wie das Selbstanfeuern, in dem auch immer ein wenig Einschüchterung des Gegners steckt. Wer dies verkennt, verpasst einen wesentlichen Bestandteil unseres Sports. Und wer die Mechanismen kennt, kann an sich selbst arbeiten, um nach außen Stärke zu demonstrieren, während innerlich ein Sturm wütet. Denn - Hand aufs Herz: wieviele Spiele gehen verloren, in denen man bis zum letzten Punkt an einen Sieg geglaubt hat? Und im Gegensatz dazu: wieviele Spiele werden für einen selbst überraschend gewonnen?
Wenn es um "Tischtennis Kopfsache" geht, dann geht es um die innere Einstellung: Siegeswille und der Glaube an den eigenen Sieg in erster Linie. In zweiter Linie geht es darum, dies dem Gegner mitzuteilen.

Es geht darum sich klar zu machen, dass am Tisch mehr passiert als ein paar Ballwechsel:
Auf der eigenen Seite des Tisches Stärke darzustellen und das Bild eines Siegers aufzubauen ist fair und sportlich (und geht auch ganz ohne Arroganz und unerfreuliches Auftreten).
Den Gegner Niedermachen und dessen Siegeswillen durch miese Trick brechen - das ist die Kehrseite der Medaille, und die ist unsportlich.
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