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Alt 13.03.2007, 10:46
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AW: Brauche einen Rat - Noppen / Testberichte

Hallo,

kann inzwischen (allerdings nur erste) Eindrücke vom KingRoc schreiben. Bitte bedenkt, daß ich vom 755 (lange Noppe) komme, welche ich zuvor 8 oder 9 Jahre gespielt habe (nebenbei auch Vergleiche zum 563-1, bei welchem der Umstieg nicht erfolgreich war).

Erster Eindruck KingRoc (nach 3 Std. Training):

Die ersten Konterbälle zum Warmspielen im Training gehen recht leicht von der Hand, Tempo gut, Kontrolle auch. Sofort kam das "Gefühl" für den Belag zustande, was seinerzeit beim 563-1 nicht der Fall war. Im Vergleich zum 755 war ich erstaunlicherweise sehr viel besser in der Lage, kontrolliert zu kontern.
Relativ einfach wohl dadurch, da der KingRoc recht "gutmütig" ist.
Ein paar Aufschlag-Rückschlagübungen: Der eigene Aufschlag mit dem King Roc ist gar nicht mal ohne, reicht allerdings nicht an die "Fallender Stein"-Aufschläge (Rollaufschlag, der dem Gegner ins Netz fällt) des 755 heran.
Rückschlag: Hier hatte ich die ersten 15 Minuten Probleme, hautsächlich weil die Lang-Noppen Bewegung noch verinnerlicht ist. Erst als ich mich traute, den Ball "nach vorne" zu spielen, ging es besser. Flipp und Schuss auf lange Aufschäge muß ich noch massiv trainieren. Ein extra Pluspunkt des King Roc: der Return auf einen starken Unterschnittaufschlag ist nicht nur einfach, sondern mit Handgelenk-Einsatz auch sehr giftig. Im Vergleich zum 563-1 um einiges ! kontrollierbarer UND!! gefährlicher, da mehr Möglichkeiten.
Block auf Topspin: Naja, was soll ich sagen? Ich glaube es immer noch nicht so recht, daß der Block dermaßen einfach war mit dem King Roc, passiv sehr kontrolliert und trotzdem eine etwas "unruhige Flugbahn" für den Gegner. Ich habe noch NIE soviel Kontrolle beim Block gehabt. Verbesserungswürdig, da noch ungewohnt, ist der aktive Block: Hier sprangen mir noch einige Bälle einen Tick (2-3 cm) zu weit über den Tisch, aber auch hier gilt: Ich habe noch die Lang-Noppen Technik intus, wobei der Block mit etwas offenerem Schläger gespielt wird. Unterm Strich aber eher weniger Fehler auch beim aktiven Block als mit dem 755. Im Vergleich zum 563-1: Der passive Block ist deutlich einfacher mit dem King Roc, beim aktiven Block ist der King Roc zumindest gefährlicher für den Gegner- oft vielen meinen Trainingspartnern schon nach meinem passiven Block der nächste Topspin ins Netz. Vorteil King Roc gegenüber dem 563-1, welcher sich nicht so einfach spielte. Noch ein Vorteil ist das Verteilen mit dem Bomb King Roc, was zumindest mir mit dem 563-1 nicht möglich war.
Schuss: Selten versucht (3-4 mal), noch keine Aussage dazu machbar von meiner Seite aus. Allerdings habe ich mir mit dem 755 den Schuss "wegtrainiert", also durchaus wieder "erlernbar". Vorteile hier für den 563-1: Da er härter ist als der Bomb, ist der Schuss deutlich linearer.
Eröffnung: Hier muß ich noch viel trainieren, meine "Eröffnung" (LN-Topspin) mit dem 755 war auch nach all den Jahren noch sehr fehlerhaft, mit dem King Roc scheint das eine Trainingssache zu sein. Wenn ich gut zum Ball stehe, kommt der "Mini-Topspin". Aber diesen Ball habe ich bewußt nicht oft eingesetzt. Mit dem 563-1 war die Eröffnung auf Schupfbälle einfach, aber nicht gefährlich für den Gegner-wer schnell genug auf den Beinen war, zog einfach dagegen.
Trainingsspiel:
Der Gegner (Rechtshänder, Bezirksklasse-Bezirksliga Mitte-Niveau, gute Beine, schnelle Hand) ist für mich mit dem 755 sehr unangenehm, da er einen sehr guten Vorhand- und Rückhandtopspin hat und gegen Noppen zu spielen weiß. Punkten kann ich gegen ihn, wenn ich aktiv blocke, gegenziehe und schieße bzw. selber zum VH-Tospin komme. Unsere persönliche Duelle stehen 5-1 für ihn.
Die meisten Probleme hatte ich mit schnellen Aufschlägen (generell ein Problem für mich, da keine gute Beinarbeit), war der Ball im Spiel, hatte ich eine gute Quote. Die VH- und RH-Tospins meines Kontrahenten konnte ich mit der Rückhand sicher blocken, wenn ich gut zum Ball stand. Mit der Vorhand noch etwas ungewohnt, da ich auch da einen neuen Belag probiert habe (Nimatsu Pegasus Ceycone PST-Testbericht folgt separat). Mit dem Return hatte er oft Probleme (mehr sogar als mit dem 755, wie er mir nach dem Spiel sagte, sei sehr viel Schnitt drin gewesen). Der passive Block war sicher, der aktive in Ansätzen (da LN-Technik) gefährlich, aber noch zu unsicher.
Zwei, drei Mal konnte ich den Ball schießen-Punkt für mich. Ergebnis: knappe Viersatz-Niederlage, allerdings: Ich sah mit dem 755 schon bedeutend schlechter aus.
Fazit: Der King Roc scheint ein interessanter Belag für mich zu sein, da er etwas Störpotential hat, vor allem beim Block wichtig für mich, und zum anderen eine gute Ballkontrolle aufweist. Das Tempo ist für mich genau richtig, ich denke, für Leute wie Joe wäre der Belag eine Spur zu langsam.
Im Vergleich mit dem 563-1 bringt er mir mehr Vorteile, im Vergleich zum 755 vor allem die Möglichkeit aktiv zu spielen und einen deutlich besseren Blockball, wenngleich natürlich der Vergleich der beiden hinkt. Auf alle Fälle einen längeren Test wert.
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Holz: Nittaku Barwell Fleet FL, VH: Test schwarz, RH: Test rot
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