Nach den Siegen gegen Funkstreife und Süd
Blumenau nur noch einen Wimpernschlag vom Aufstieg entfernt
Nach den beiden 9:3-Siegen gegen den Tabellensechsten SV Funkstreife und gegen den Achten München-Süd ist es für die FTM Blumenau nun fast geschafft: Ein Unentschieden gegen den Tabellenletzten Kieferngarten reicht zum Aufstieg !
In diesem Fall könnte der jetzige Tabellenführer selbst bei zwei 0:9-Niederlagen in den letzten Spielen nicht mehr vom Tabellendritten Schäftlarn überholt werden und stünde auf Platz 2 als Aufsteiger fest. "Aber natürlich streben wir einen Sieg gegen Kieferngarten an und auch zuvor schon zu Hause gegen Neuried, und damit die vorzeitige Meisterfeier am 23. März", so das Team einhellig.
Die nahezu letzten Schritte zum Erfolg waren härter erkäpft als das 9:3 aussieht. Sowohl gegen den SV Funkstreife als auch gegen München-Süd war man nach den Doppeln und dem ersten Einzel über ein 2:2 nicht hinausgekommen. "Die Doppel sind nicht unsere Spezialität", so Teamchef Ralph Schindler, der deswegen während der Winterpause schon Doppeltraining angesetzt hatte.
Es waren der Kampfgeist und die Konzentration, die nach den verhaltenen Starts dann jeweils die hohe Führung brachten. "Wir sind topmotiviert, hatten aber auch das entscheidende Quäntchen Glück. Unsere Gegner waren stärker als es aussieht", fasst Torsten Küneth die Dinge zusammen: Gegen Funkstreife machten Kriebler und Küneth mit jeweils 11:7 im fünften Satz aus dem 3:3 ein 5:3, und Ecker, Schindler, Bauer und Kuper nutzen dann diesen Schub um nichts mehr anbrennen zu lassen - wobei das Spiel von Bauer (-6,6,11,-2,9) einem Herzschlag-Finale gleichkam. Gegen München-Süd rettete nicht nur das Doppel Ecker/Küneth nach 7:10 in Satz 5 noch mit 13:11 den vorläufigen 2:2-Ausgleich, die Blumenauer hatten auch sonst in vielen knappen Spielen im entscheidenden Moment das etwas bessere Händchen. "Das hätte auch ganz anders ausgehen können", so die Mannschaft, für deren Spiel der Abschluss-Sieg von Kuper (11:9, 14:12, 7:11, 13:11) symptomatisch war - ebenso aber die Konstanten namens Ralph Schindler vorne und Oliver Ecker hinten, die in ihren sechs Einzeln an den beiden Spieltagen zusammen gerade mal einen Satz abgaben.
Bauer und Küneth: Arroganteste Spieler der Liga
Die Stimmen zum Spiel:
Ralph Schindler: "Wir können jetzt ganz locker aufspielen. Zwei Punkte aus drei Spielen - das muss zu schaffen sein. Unser entscheidender Vorteil: Die Mannschaft passt super zusammen, die Stimmung im Team ist hervorragend."
Max Bauer: "Eigentlich wollte ich in der Saison ja 30:0 spielen, aber nach meinem vorzeitigen Aufstieg in die Herren-C-Klasse ist das jetzt nicht mehr nötig. Ein Glück, denn an Tagen wie heute, zumal gesundheitlich angeschlagen, kann man gegen starke Gegner einfach nicht immer gewinnen. Gut dass Torsten meine Arroganz von mir geerbt hat und mich dann wieder aufbaut."
Torsten Küneth:"Im Fünften drei Matchballe abgewehrt und dann 13:11 gewonnen - ein typischer Spielverlauf für mich, nur nicht immer mit Happy-End. Ich werde der Mannschaft das versprochene Meisterschafts-Essen beim Griechen nun wohl bezahlen müssen. Aber das stört mich nicht, jetzt wo ich selbst in der Mitte eine positive Bilanz habe und mindestens so arrogant bin wie Max."
Werner Kuper: "Endlich heißt es nicht mehr Neun zu Kuper, sondern ich kann mit eigenen Siegen zum Mannschaftserfolg beitragen."