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Zitat von burningtable
So Männer, die Veräppelung von Post 237 ist wohl jetzt voll bestätigt worden! Schaut euch mal an, was Rappenau jetzt zur Rückrunde auffährt! Lu, Qi-Wei, ein ehemaliger Bundesligaspieler von 87/88 und Penholder. Zuletzt war er in Australien, für die er Senioren-WM gespielt hat gmeldet!
Das ganze Geschwätz von wegen die wollen sich nur halten, ist doch total für n Arsch.
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Ich hab es ja gleich gesagt: Rappenau will aufsteigen, aber wenn ich mich mal zu Wort melde werde ich gleich wieder runtergebuttert...
Hier der Bericht in der heutigen Kraichgaustimme:
Ein Weltmeister für den TV Bad Rappenau
Von Eric Schmidt
Der Chinese Lu Qi-Wei verstärkt den „verrückten“ Verbandsligisten
Alles Gute kommt von oben. Wenn Michael Hagmüller heute Nachmittag am Flughafen in Frankfurt steht, dann schaut er besonders gespannt in den Himmel. In der Boeing 744 aus Peking, die um 16.40 Uhr auf dem „Fraport“ landet, sitzt sein neuer Mitspieler. Und der ist nicht irgendwer. Es ist Lu Qi-Wei, der Mannschaftsweltmeister aus China.
Es ist der spektakulärste Coup in der Vereinsgeschichte. Ab sofort schlägt der 48-Jährige für den TV Bad Rappenau auf. Damit sind die Fronten endgültig abgesteckt: Der Tabellendritte der Tischtennis-Verbandsliga will es wissen. Er will Meister werden und die Badenliga in Angriff nehmen. Lu Qi-Wei kommt schließlich nicht zum Mah-Jongg-Spielen in die Kurstadt. „Er soll uns beim Aufstieg helfen. Und wenn man die Chance hat, jemanden wie ihn zu verpflichten, dann muss man diese Chance wahrnehmen - auch wenn es sicherlich ein wenig verrückt ist“, sagt Kai Kappe.
Der Teamkapitän kennt seinen neuen Kameraden bislang nur über den E-Mail-Kontakt. Heute Abend sieht er ihn das erste Mal von Angesicht zu Angesicht. Michael Hagmüller vom „Shuttle-Service“ des Vereins lotst den Asienmeister in den Kraichgau, wo er am Abend seinen Einstand im Training gibt. Beim „englischen Wochenende“ wird es dann Ernst für den Chinesen. Im Auswärtsspiel am Samstag, 18 Uhr, beim 1. TTC Ketsch geht er genauso an die Platte wie am Sonntag, 13 Uhr, wenn er gegen die TG Eggenstein seine Heimpremiere feiert.
Die Fans in der Kraichgauhalle können sich auf einiges gefasst machen. Lu Qi-Wei gilt als „quirliger Penholderspieler mit Noppen außen und gefürchtetem Schuss“, wie ein Tischtennishistoriker im Internet festgestellt hat. Lus letzter großer Auftritt war die Senioren-WM 2006, als er für das Team Australiens schmetterte. Der Jüngste ist er zwar nicht mehr, aber er hat viel Erfahrung - auch Deutschland-Erfahrung.
In den späten 80er Jahren spielte Lu Qi-Wei in der 1. Bundesliga, beim damaligen Renommierclub Spvg Steinhagen. Dort war er die Nummer eins und forderte Asse wie Jörg Roßkopf und Andrzej Grubba heraus. „Er galt lange Zeit als unschlagbar in der 1. Liga“, erinnert sich Christian Helmig, der heute Sportwart der Sportvereinigung ist. Lu Qi-Wei habe Steinhagen bis ins Pokalendspiel gegen Borussia Düsseldorf geführt, seine Frau sei mit Steinhagen sogar Deutscher Meister geworden. „Er ist ein sehr höflicher und zurückhaltender Mensch. Bad Rappenau kann sich auf ihn freuen.“
Ein finanzielles Abenteuer geht der TV nach eigenem Bekunden nicht ein. „Wir machen hier kein Harakiri. Es geht nicht um Geld, sondern um einen Freundschaftsdienst. Und da haben die guten Kontakte, die wir haben, eine Rolle gespielt“, sagt Kappe.
Ach ja: Fachchinesisch müssen er und sein Team nicht lernen. Lu Qi-Wei spricht fließend Englisch und versteht Deutsch. Kappe könnte sich auch eine längerfristige Zusammenarbeit vorstellen. „Wir werden darüber reden“, sagt er und glaubt, dass sich Lu Qi-Wei bald heimisch fühlen wird: „Wir haben ja einige China-Restaurants in Bad Rappenau. Die werden wir ihm schnell zeigen.“
Da ist Rappenau rechtzeitig zum Saisonschluss und kurz vor den wichtigen Spielen um die Meisterschaft noch eine spektakuläre Neuverpflichtung gelungen. Da können sich Sinsheim und Wielferdingen warm anziehen. Aber warum er auch gegen Ketsch und Eggenstein eingesetzt wird ist für mich ein Fragezeichen,...
Für mich wäre auch ohne Neuverpflichtung Rappenau Favorit auf die Meisterschaft gewesen, aber mit dem Chinesen wäre es zum totlachen, wenn sie es doch nicht schaffen würden