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AW: Schluss mit Regeländerungen! Sind wir Spieler wirklich machtlos?
Mir persönlich haben die längeren Sätze wesentlich besser gefallen. Ich finde auch, dass die Qualität der Ballwechsel damals wesentlich besser und spektakulärer waren.
Heutzutage gleicht das Spiel auch in den unteren Klassen eher dem "Rasentennis": Lange Ballwechsel sind Mangelware, dafür wird fast jedser 3. Ball schon geschossen oder schnell gezogen. Dem Aufschlag kommt meines Erachtens eine noch grössere Rolle zu, als es bei 5 Aufgaben der Fall war. Hat jemand gute Aufschläge (und sonst nicht so viel ;-)) ist er bei den kurzen Sätzen sehr viel stärker einzuschätzen als bei den längeren.
Natürlich kann man auch sagen, dass Aufschläge die spielerische Klasse eines Spielers ausmachen, aber ich sähe es lieber, wenn dieser Vorteil nicht so ausgeprägt ist. Ok, da bin ich auch nicht objektiv, da meine Aufschläge selbst nicht so prall sind ;-).
Ob durch die vielen entscheidenden Momente im TT nun mehr Zuschauer zusehen wage ich zu bezweifeln: Ausser für TT-Interessierte oder Aktive übt das Klein-Klein mit "Wer schiesst zuerst" kaum Reiz zum Zusehen aus.
Auf den grösseren Ball kann amn sich einstellen, auch wenns am Anfang sehr schwierig war. Das Absprungverhalten war doch stark anders. In Sachen Haltbarkeit bedeutet das natürlich eine nicht zu unterschätzende Mehrbelastung für die Vereine.
Aufschlagregel: Tja alles, was schwer zu kontrollieren ist und wo gehäuft Fragen zur richtigen Auslegung oder Ahnugn gestellt werden, ist meines Erachtens nicht geeignet, auf Freizeit- oder Amateurspieler loszulassen. Mögen geprüfte Schiedsrichter und OSR noch dne Durchblick haben, so sieht das bei den vielen von Mitspielern geleiteten Spielen oftmals anders aus. Nicht umsonst werden nicht komplett regelkonforme Aufschläge in den unteren Ligen sehr oft geduldet.
Ungeachtet ständiger Materialfortentwicklungen (ich will in dem Zusammenhang nicht von Verbesserung reden) sind manche von den erhofften Effekten (Verlangsamung des Spiels, längere Ballwechsel) ad absurdum geführt worden. Ich behaupte provokativ auch, dass es nicht so krass betrieben worden wäre, wenn nicht ein amssiver Anreiz und Marketinggedanke (wir kompensieren den grösseren Ball etc) dahinter gestanden hätte. Auch hinsichtlich des kommenden Klebeverbots hat man ja gesehen, wie schnell und intensiv an "neuen" Belagtechnologien gearbeitet wurde, um Spielern dann den eingebauten Frischklebeeffekt (Plasma etc.) zu bieten.
All das führt zu einer vermidnerten Haltbarkeit des Spielmatzerials und höheren Unkosten der Aktiven, was speziell den finaziell nicht ganz so gut gestellten und insbesondere meines Erachtens auch im Nachwuchsbereich negative Folgen hat, die sich vermutlich in voller Stärke erst in 5 bis 10 Jahren zeigen. Und das bei ohnehin schon bestehenden Nachwuchsproblemen.
Ich gebe zu, ginge es nach mir würde ich die Zeit zurück drehen und mich darüber freuen, wieder lange Sätze spielen zu dürfen (mit teilwese interessanten Aufholjagden inenrhalb eines Satzes), Beläge haben, die 1 Jahr und mehr halten und den Sport insgesamt weniger verbissen zus eehen udn auf psychologischer Ebene zu erleben, sondern mehr spielerische Elemente und Spass daran zu haben.
Aber realistisch betrachtet ist dieser Zug abgefahren. Also bleibt uns eh nur übrig, damit zu leben oder aufzuhören.
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