So, dann will ich mal wieder. An alle Freunde meiner schlicht gestrickten Romane (jmd. Best. sollte sich angesprochen fühlen): Packt die Lesebrille aus und machts euch gemütlich...

Wir empfingen heute den Tabellenführer aus Moers und mussten gewinnen, um weiter im Aufstiegsrennen bleiben zu können. Wir konnten rein vom Papier aus dem Vollen schöpfen (Ausnahme meine Wenigkeit, aber dazu später mehr

). Moers trat ersatzverstärkt mit Schrooten für Müller an. Der siebte Mann in Form von knapp 8-10 Fans fiel quantitativ leider zu Gunsten der Gäste aus, doch hatten wir D-O-C S-N-I-D-E-R, dem laut eigener Aussage die Hände vom Klatschen weh taten und im Durchlauf ca. 5-6 Schlachtenbummler, die trotz Zeitumstellung in traumwandlerischer Sicherheit den Weg zur Halle fanden und ebenfalls die Daumen drückten.
Die Doppel begannen so, wie man es grundsätzlich erwarten kann. Die Spitzendoppel hatten leichte Vorteile. Die Moerser Kombination Kleffel/Köpper konnte auch (nicht ausschließlich!) mit Hilfe der Netzkante die Partie immer äußerst eng gestalten und sogar 6 Matchbälle im Vierten Satz abwehren, um letztendlich doch Frank/Christian zu unterliegen.
Tobi und Daniel lagen wie bereits erwähnt gegen Avramidis/Matyas hinten, entfachten mit einem guten dritten Durchgang ein Fünkchen Hoffnung, der jedoch ganz schnell wieder erlosch.
So richteten sich dann die hoffnungsvollen Augen unserer Anhänger auf Robert und mich, um zu sehen, wie wir eine erste und psychologisch wichtigere Führung aus dem Doppel zu sichern versuchten. Und dies sollte uns gelingen. Mit einer weiteren Leistungssteigerung zur Vorwoche gingen wir verdient 1:0 in Führung. Den Zweiten konnten wir nach Rückstand noch umbiegen, um nach diesem Kraftakt den Dritten den Gästen zu überlassen

Danach schaukelten wir das Ding nach hause und durften erstmal Platz nehmen, um unsere Spitzenspieler ranzulassen.
2:1, wichtig!
Frank hatte parallel schon gegen Matyas begonnen und war schnell mit 2:0 in Führung gegangen. Den dritten Durchgang hatte ich gedanklich schon abgehakt, als Frank urplötzlich rauskam und seine haushohe Führung verspielte. Im Vierten machte er den Sack dann endlich zu.
Tobi die Krake fischte heute Avramidis` Bälle und war darin ziemlich erfolgreich. Den ersten Satz schon fast auf der Habenseite sicher, folgte nicht ganz unerwartet ein Fehlaufschlag und ein weiterer leichter Fehler. Sein Gegner nutzte die Phase und konnte den ersten Satz noch klauen. Da keiner der Akteure deutliche Vorteile hatte, landete man irgendwann im Fünften. Die Verlängerung musste auch hier herhalten und man sah zunächst etliche Matchbälle für Moers, anschließend drei SW. Und da bekanntermaßen alle guten Dinge drei sind, nutzte Tobi diesen und sicherte uns eine unverhoffte 3-Punkte-Führung.
4:1, besser als erwartet
Daniel traf auf Moers` aufstrebenden Alder. Er begann gut und erspielte sich die ersten Satzbälle. Darauf folgte eine bemerkenswerte Serie Nasser, die leider zum Satzverlust führte. Entnervt war im zweiten Satz nichts zu holen. Als Daniel dann im Dritten wieder zur Normalform zurückgefunden hatte, spielte Fortuna ihm einen weiteren Streich, so dass eine unverdiente 0:3-Niederlage zu Buche stand.
Robert stand wieder einmal Kleffel gegenüber, den er in der Hinrunde nach einer emotionalen Partie (hoffe hab den Kommentar richtig in Erinnerung) bezwingen konnte. In Satz 1 lief zunächst nicht viel zusammen. In der Satzpause schienen die beiden Kontrahenten sich abgesprochen zu haben, da wir im zweiten Durchgang ein genau umgekehrtes Bild zu sehen bekamen. Danach konnte jedoch wieder der Moerser Sportkamerad die deutlicheren Akzente setzen und den Rückstand verkürzen.
4:3, wir sind gefordert
Christian wollte seinem jugendlichen Gegenüber die Grenzen aufzeigen. Doch dies gelang ihm nur bedingt, da er sich die Sätze 2+3 in der Verlängerung nehmen lassen musste. Im folglich notwendigen Entscheidungssatz sah es auch gut aus, bis Schrooten zum Satzende eine beeindruckende Serie von Bällen traf und so knapp das Spiel entscheiden konnte.
Ich fand gegen Köpper erst sehr spät ins Spiel. Im ersten Satz bekam ich keine RH auf den Tisch und in der Folge gesellte sich noch meine Vorhand dazu. In dritten Satz erreichte meine Augen-Arm-Koordination ausgerechnet in einer sehr brenzligen Lage (2:6) ein ungewohntes Hoch und ich schaffte es einen Satz zu gewinnen. Ab Satz 4 war ich leider wieder zu unsicher und musste meinem Gegenüber gratulieren.
4:5, Pathfinder
Und wieder einmal hatte unser oberes Paarkreuz in die Bresche zu springen und das sollte ihm eindrucksvoll gelingen. Frank zeigte gegen Avramidis abermals 2 gute Sätze, genehmigte sich danach eine schöpferische Auszeit (nehme ich mal stark an

), um dann in der zweiten Hälfte des Vierten Satzes wieder auf die Überholspur zu wechseln.
Tobi hatte gegen Matyas eine Art Trauma abzulegen, da er noch nie gegen ihn gewinnen konnte. Nachdem er den ersten Satz folglich hoch verloren hatte, stand er in Satz 2 wie Phoenix aus der Asche wieder auf und zermürbte Matyas mit sicherer Abwehr, ekelhaften Noppenangriffen und dem ein oder anderen Schuss.
6:5, die Mitte leistet ihren Beitrag
Daniel sollte nun seine Revanche für die Hinspielniederlage kriegen, als ich bedingt durch meinen Parabelflug ihm zum ersten Mal meinen Platz in der Mitte angeboten hatte. Er spielte konsequent gut auf, musste aber Tribut an die Spielstärke seines Gegenübers in der Form eines verlorenen Satzes zollen.
Roberts Block wurde währenddessen von Alder auf eine harte Probe gestellt. Der Sportkamerad kam immer wieder durch Roberts Unterschnittdeckung und setzte mit schnellen, flachen Spins nach. Robert hingegen konterte mit knallharten und präzisen Blockbällen, vermied es allerdings entschlossen genug nachzusetzen, so dass sein Gegner nach Punkten siegen konnte.
7:6, nun wollen auch wir was zeigen
Christian tat das auch eindrucksvoll und fertigte Köpper in 3 schnellen, kurzen Sätzen ab und sicherte uns damit den achten Punkt. Der direkte Vergleich war leider zu diesem Zeitpunkt verloren, da wir im Falle eines möglichen 3:0 durch mich immer noch einen Satz schlechter waren.
Demnach hatte ich zumindestens die Möglichkeit, den Schlusspunkt zu setzen. Doch ich stand laut Zitat eines Mitspielers heute im Einzel neben mir. Denn selbst Schupfbälle gestalteten sich als schwieriges Unterfangen. Wenn ich mal einen Ball traf, war es auch in der Regel ein Punkt. Doch die Trefferquote war leider jenseits von Gut und Böse

Zeit für unser Spitzendoppel. Nach einer 2:0-Satzführung sah es ganz gut aus. Doch die Gäste legten einen Schlussspurt ein, den Fortuna dieses Mal zu unseren Gunsten im Fünften unterbinden sollte. Mit einem Netzroller wurde der Erfolg besiegelt und unser Hoffnungsfunken auf den Aufstieg neu entfacht.
Das Spitzenquartett rückt also nochmals zusammen. Unsere Ausgangslage ist von den vier Teams die Schlechteste, weil wir keinen direkten Vergleich gewinnen konnten/können und deshalb auf ein wenig Schützenhilfe angewiesen sind. Erstmal treten wir nächste Woche den schweren Gang nach Krefeld an, um uns abermals einem Tabellenführer zu stellen. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist da und nächste Woche spielen wir hoffentlich mal alle gleichzeitig gut...

Gute N8 miteinander!
P.S.: Rechtschreibung nun halbwegs korrigiert...