|
AW: Damen Regionalliga Nord 06/07
Ich war heute live in der Halle von Neukölln und habe mir das Spiel um den Klassenerhalt zwischen Neukölln und Poppenbüttel angeschaut. Das insgesamt doch recht junge Team von Neukölln war schon vor dem Spiel extrem nervös, vor allem unser Trainingstierchen sah nicht so fröhlich und gut gelaunt aus, wie ich es sonst von ihm gewohnt bin.
Der Sieg von Poppenbüttel geht absolut in Ordnung, wie Jutta Schulz ja weiter oben auch schon geschrieben hat. Die Neuköllnerinnen hatten viele Chancen, vor allem in der Anfangsphase des Spiels. So musste Oshonaike gleich zweimal eine 0:2-führung hinnehmen. Einmal im Doppel zusammen mit Sarrafan und dann auch im Einzel gegen Afanasjeva. Die junge Litauerin hat übrigens extrem stark gespielt, aber Oshonaike konnte das Spiel letztlich zu ihren Gunsten drehen. Gegen Jutta Schulz konnten sowohl Silke Opitz als auch Julia Arndt recht deutlich gewinnen. Nachdem Julia Arndt und Silke Opitz jeweils ihr 2. Einzel gewonnen hatten und es 7:3 für Poppenbüttel stand, gab es bereits die ersten Tränen und die beiden Jugendlichen hatten sichtlich Mühe an die Tische zu treten.
Nachdem das Spiel verloren war, gab es nicht nur sehr lange Gesichter sondern eben auch sehr viele Tränen - verständlicherweise.
Für mich persönlich eine schwierige Situation: Ich war zwar als neutraler Beobachter in der Halle, aber wem sollte ich denn den "Abstieg wünschen"? beide Mannschaften sind gute Teams und hatten es nicht verdient abzusteigen. Ein Unentschieden wäre der Genickbruch für Oldendorf - ebenfalls ein Team, was keiner in der Oberliga sehen möchte. Eines war von Anfang an klar: Das Ende wird traurig sein. Die Frage war eben nur für wen.
Ich möchte allerdings auch nochmal betonen, dass ich nicht der Ansicht bin, dass der Abstieg von Neukölln mit Verschwörungen gegen den Verein zu tun hat, auch wenn die Interessen von 3B vorhanden sein mögen. Es gab viele Chancen für Neukölln in dieser extrem harten Regionalligasaison, die sie nicht nutzen konnten. Das nun an drei oder vier Spielen direkt festzumachen ist wirklich zu einfach. Und die aussage "wenn alles normal gelaufen wäre..." ist eigentlich in sich schon völliger Quatsch, denn was ist schon normal in einer Liga, in der zwischen den Plätzen 2 bis 11 ein Abstiegskampf durchgeführt wird, da jeder gegen jeden gewinnen kann?
Interessant ist aber, wie es mit Neukölln weiter geht. Bleibt Jennifer? Wie man hört wird diese Frage auch im hause Schmidt heiß diskutiert. Soraya Domdey wechselt ja zurück zu Neukölln und hat sicherlich auch eher damit gerechnet in der Regionalliga anzutreten und nicht in der Oberliga "rumzugurken". Was macht unser Trainingstierchen? Das könnte aufgrund akuter Tischtennisunlust vielleicht zurück nach Fürstenwalde gehen, wo es ursprünglich herkommt...? Die Litauerin sollte vermutlich durch Soraya ersetzt werden - ist aber eine Spekulation von mir. Geplant war wohl auch ein Comeback von Kirstin Herlemann in die Oberliga/Regionalliga. Sie hatte vor knapp einem jahr wieder angefangen Tischtennis zu spielen und hat an Nr. 1 in der Verbandsliga nur ein Spiel verloren. Beim Pokalspiel gegen VfL Tegel II konnte ich mich davon überzeugen, dass sie bereits wieder sehr gutes Oberliga bis Regionalliganiveau hat.
Quo vadis, Neukölln?
Geändert von Marco H aus T in B (02.04.2007 um 00:29 Uhr)
|