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Alt 03.04.2007, 12:12
Rudi Endres Rudi Endres ist offline
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AW: Stell' Dir vor Deutschland wird Europameister und keiner merkt es

Zitat:
Zitat von Sven M. Beitrag anzeigen
Hi Rudi,
wenn ich mir deine Liste so anschaue frage ich mich allerdings, wie es Snooker in den letzten Jahren geschafft hat, eine derartige Medienpräsenz aufzubauen - denn die meisten Punkte ließen sich problemlos auf diesen Sport übertragen.

- mangelhafte Präsentation --> ebenfalls kein Eventcharakter
- schlechte Vermarktung --> Hat Snooker denn mehr Sponsoren?
- fehlende Lobby --> kann mir nicht vorstellen, dass Snooker eine solche hat
- zeitlich schwer kalkulierbar --> Das ist beim Snooker doch noch weitaus stärker ausgeprägt als beim TT.
- Schwimmbad- und Garagenimage --> Kneipen-Image
- die Athletik unseres Sports ist kaum erkennbar --> Snooker verzichtet gleich ganz auf Dynamik.
- im Schnitt zu wenig Ballwechel pro Punkt, nur wenige Sekunden andauernde Ballwechsel --> Fünf Sekunden Stoßen, dazwischen minutenlanges Überlegen - ist das denn attraktiv?
- Unfähigkeit des Laien das Geschehen in Sekundenbruchteilen wahrzunehmen und richtig zu interpretieren --> durch den Kommentator erklärbar, vgl. voriger Punkt
- scheinbar leichte Fehler (z.B. bei der Aufschlagannahme) --> vermag ich nicht zu beurteilen

Versteht mich bitte nicht falsch, ich will Snooker nicht schlecht reden, wenngleich es mich persönlich auch in keinster Weise interessiert. Mir ist es lediglich schleierhaft, wie es Snooker geschafft hat, so viele Übertragungszeiten zu bekommen, obwohl die äußerlichen Merkmale vom TT doch gar nicht so stark abweichen.
Snooker muss mehr Sponsoren haben, denn nur diese schalten Werbung.
Die Lobby kann vom Zufall abhängen. Vor 20 Jahren brachte die ARD ständig Pferdesport, weil der Chfefredakteur Pferdenarr war. Allerdings war damals die Quote noch nicht so dominierend.
Snokker ist zeitlich nicht kalkulierbar. In solchen Fällen wird halt die populärste Sportart mit der zu erwartenden höheren Quote genommen.
Roman Bonnaire hat in "tischtennis" diesen Grund, als einen der wichtigsten genannt. Sportredakteure ohne Bezug zum TT ziehen Sportarten mit festliegenden Zeiten vor. Laut Rene´ADler wären Absprachen mit der ETTU möglich gewesen.
Das in etlichen Beiträgen angesprochene Garagenimage ist fast Allen "eingeimpft". Fast jeder hat schon mal freizeitmäßig "Ping-Pong" im wörtlichen Sinne gespielt und empfindet TT deswegen nicht als Sport.
Snokker präsentiert sich als Spiel, nicht als Sport. Folglich ist die Athletik unwichtig. TT will ein Sport sein. Wer kennt nicht die mitleidigen Blicke, wenn man angibt TT zu spielen.
Die Ballwechsel im Snokker sind von jedermann nachvollziehbar. Selbst ich, als absoluter Laie bin immer wieder fasziniert von den gefundenen Lösungen. Die zeitlich sehr kurzen und wenigen Ballwechsel pro Punkt beim TT, sowie der Punktgewinn sind meist nicht zu verstehen. Es geschehen Fehler, die der Laie nie erwarten würde. Er fühlt sich daher überfordert. Das habe ich z.B. beim CL-Spiel Grenzau - Niederösterreich erfahren, als ich neben einem Hotelgast saß, der sich nicht auskannte und nach einigen Sätzen die Halle verließ. Der Laie "versteht" Ballonabwehr und vielleicht noch die Schnittabwehr.
Die scheinbar leichten Fehler halte ich persönlich für den wichtigsten Punkt. Aus meinen 12jährigen Erfahrungen mit Hobbys weiß ich, dass diese in der ersten Zeit beim Zuschauen den gleichen Eindruck haben, als würde ein Fußball völlig unbedrängt ständig ins Aus geschossen.
Wir können jeden der gesammelten möglichen Gründe argumentativ widerlegen. Und doch müssen wir uns irren, denn sonst wären die Quoten höher. Ich gebe auch zu bedenken, dass etliche User in diesem Forum, TT wegen der wenigen und zeitlich kurzen Ballwechsel für uninteressant halten. Und das, obwohl sie selbst spielen (siehe Beitrag von Batchelor).
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Wenn die Erkenntnis stagniert, wächst das Vokabular

Geändert von Rudi Endres (03.04.2007 um 13:50 Uhr)
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