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Alt 03.04.2007, 14:07
Flachschupfer Flachschupfer ist offline
Chancenvernichter
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Flachschupfer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast (Renommeepunkte mindestens +40)
AW: Stell' Dir vor Deutschland wird Europameister und keiner merkt es

Zitat:
Zitat von Sven M. Beitrag anzeigen
Hi Rudi,
wenn ich mir deine Liste so anschaue frage ich mich allerdings, wie es Snooker in den letzten Jahren geschafft hat, eine derartige Medienpräsenz aufzubauen - denn die meisten Punkte ließen sich problemlos auf diesen Sport übertragen.

- mangelhafte Präsentation --> ebenfalls kein Eventcharakter
Aber Snooker hat Stil; die Präsentation ist halt eine ganz andere und insofern eben doch ein Event
Zitat:
- schlechte Vermarktung --> Hat Snooker denn mehr Sponsoren?
Guck Dir doch die Spieler an - 888.com und hastenicht gesehen an der Brust. Darüber handelt es sich (gefühlsmäßig) um große Sponsoren, auch mit "Stil" (siehe oben), von denen jeder einzelne wohl über den Butterfly-Umsatz lachte.
Zitat:
- fehlende Lobby --> kann mir nicht vorstellen, dass Snooker eine solche hat
Hat es - warum die übertragungen? Gucke mir das auch gerne an und verzichtete auch ungern auf Snooker-Übertragungen
Zitat:
- zeitlich schwer kalkulierbar --> Das ist beim Snooker doch noch weitaus stärker ausgeprägt als beim TT.
Das stimmt. Macht aber ab einer gewissen Grenze, sofern auf dem Tisch was los ist, auch seinen Reiz aus - vergleichbar mit früheren Abwehrduellen beim TT
Zitat:
- Schwimmbad- und Garagenimage --> Kneipen-Image
Schon mal einen Snooker-Tisch in einer Kneipe gesehen?
Zitat:
- die Athletik unseres Sports ist kaum erkennbar --> Snooker verzichtet gleich ganz auf Dynamik.
Curling auch; Schach auch, der Schießsport ebenso... Aber das hat alles nix damit zu tun, dass die Dynamik in unserem Sport nicht erkennbar ist, obwohl sie doch da ist.
Zitat:
- im Schnitt zu wenig Ballwechel pro Punkt, nur wenige Sekunden andauernde Ballwechsel --> Fünf Sekunden Stoßen, dazwischen minutenlanges Überlegen - ist das denn attraktiv?
- Unfähigkeit des Laien das Geschehen in Sekundenbruchteilen wahrzunehmen und richtig zu interpretieren --> durch den Kommentator erklärbar, vgl. voriger Punkt
- scheinbar leichte Fehler (z.B. bei der Aufschlagannahme) --> vermag ich nicht zu beurteilen
Die Ballwechsel sind zum Teil aus unverständlichen Gründen zu kurz. Leider ist das ganze eben nicht erklärbar, denn das Spiel schreitet ja fort, und der Rene Adler kann nicht 5 Ballwechsel weiter noch die großartige Ballonabwehr von Samsonov erklären.
Das minutenlange Überlegen mag nicht attraktiv sein - und ich kriege bei Peter Ebdon auch regelmäßig die Krise - aber es ist doch einsehbar und verständlich, wenn ein Spieler in einer schwierigen Situation liegt und eine günstige Lösung sucht.
Zitat:
Versteht mich bitte nicht falsch, ich will Snooker nicht schlecht reden, wenngleich es mich persönlich auch in keinster Weise interessiert. Mir ist es lediglich schleierhaft, wie es Snooker geschafft hat, so viele Übertragungszeiten zu bekommen, obwohl die äußerlichen Merkmale vom TT doch gar nicht so stark abweichen.
Ich behaupte mal, dass sich Snooker auf seine Stärken konzentriert hat und als Kopfsportart, inzwischen auch Schach, das inzwischen per PC komplett durchgerechnet ist und Überraschungen idR. auszuschließen sind, als präsentabler überflügelt hat. Es vergleicht sich nicht ständig mit anderen Sportarten und guckt ständig neidisch auf Fernsehzeiten, sondern baut auf seine Alleinstellungsmerkmale, und die sind eben ganz andere, als beim Tischtennis - auch wenn sie Dir - möglicherweise - nicht gefallen mögen
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