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Alt 16.06.2002, 11:05
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Felix Lingenau Felix Lingenau ist offline
Hümör-Bombe
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Felix Lingenau ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Zum Thema Sprint (und Schnilligkeitstraining):

Nach ca. 30-50 Meter ist der ATP Vorrat erschöpft. Man kommt also in den laktaziden Stoffwechsel hinein.

Das ist beim Tischtennis im Match fast nie der Fall. Insofern ist es nicht sinnvoll längere Sprints als 30-50 Meter zu trainieren, wenn es einem ausschliesslich um die tt spezifische Schnelligkeit geht.

Anders ausgedrückt sollte die maximale Belastung nicht länger als 4-6 Sekunden andauern. Das kann man als Faustregel für alle Schnelligkeitsübungen nehmen. Also auch wenn es sich nicht um stumpfe Sprints handelt.

Ich würde also tansincos´s Methode gegenüber der von Red klar bevorzugen.

Selbstverständlich ist es aber auch sinnvoll längere Sprints zu trainieren. Dann hat man aber anderer Ziele als ausschliesslich die tt-spezifische Schnelligkeit zu trainieren.

Wichtiger Hinweis:

Da die Halbwertszeit bei der Regeneration des ATP Vorrates bei ca 15 Sekunden liegt, sollte man zwischen den kurzen Sprints auch immer mindestens 2-3 Minuten Pause machen. Erst dann ist der ATP Vorrat wieder hinreichend aufgefüllt um der gleichen Belastung ein weiteres Mal stand zu halten. Hält man sich nicht daran kommt man wieder ganz schnell in den laktaziden Stoffwechsel. Und das ist fatal.

Laktat wird nämlich nur mit einer Halbwertszeit von ca 15 Minuten (!) abgebaut, so daß man hier mindestes 2 Stunden (!) Pause machen müsste um wieder in einen Optimalzustand zu gelangen.
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Geändert von Felix Lingenau (16.06.2002 um 12:12 Uhr)
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