Zitat:
Zitat von heisser Riese
Um auch nur ein paar Bälle sicher mit einer anderen Schlägerhaltung zu beherrschen, [...]
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Ein Punkt ist oft genug, um ein Spiel zu entscheiden, geschweige denn "ein paar Baelle". Ausserdem muss man unbedingt bedenken, dass das Drohpotenzial, in einer bestimmter Situation mit einer bestimmter Technik den Punkt zu einer grossen Wahrscheinlichkeit verbuchen zu koennen, noch viel, viel mehr Wert ist als dieser einer Punkt. Ist der Gegner so weit eingeschuechtert, dass er diese Spielsituation bewusst vermeidet, hat sich das Erlernen der Technik schon bezahlt gemacht, selbst wenn sie nie wirklich zum Einsatz kommt.
Beispiele dafuer gibt es zuhauf. Liu Guoliangs Penholder-Rueckseite revolutionierte das Penholder-Spiel. Tatsaechlich setzte er diese Technik nur durchschnittlich etwa einmal pro Satz ein. Noch seltener werden unter Profis lange Aufschlaege serviert, ueben tut es aber jeder einzelner.
Aehnlich ist es in anderen Sportarten. Rueckhand-Ueberkopfball gilt als die schwerte Technik im Tennis, und ein Spieler kommt im Schnitt seltener als einmal pro Match dazu. Doch zumindest bei den Herren gibt es kaum einen Topspieler, der ihn nicht beherrscht.
Gaebe es eine neue, realistisch beherrschbare Technik, mit der ein TT-Spieler pro Satz durchschnittlich einen halben Punkt mehr machen koennte, dann versichere ich, dass sich alle Profis darauf stuerzen wuerden. Ein jeder chinesischer Spieler wuerde ohne weiteres 100 Trainingsstunden fuer so eine Technik "bezahlen".