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Alt 19.04.2007, 22:19
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AW: 1.Bundesliga Saison 2007/2008 Wechsel & Gerüchte

Rossi» ist Jülichs neuer Topmann



Jülich. Ein Besuch Freitagabend in der Jülicher Nordschulhalle wird sich lohnen. Nicht nur, weil das letzte Heimspiel der Saison in der Tischtennis-Bundesliga gegen den TTV Gönnern (19 Uhr) stattfindet, sondern weil bei den Hessen Jörg Roßkopf spielt.



Und der Doppel-Weltmeister von 1989 wird nach dem Spiel seinen Wechsel nach Jülich bekanntgeben. Zu diesem Zweck haben die Jülicher eigens eine Pressekonferenz anberaumt und hüllen sich bis dahin in Schweigen. Aber der Wechsel ist wasserdicht.

Roßkopf wird von seinem Berater Michael Bachtler an die Rur begleitet. Bachtler ist auch der Chef des Ausrüsters Joola, bei dem der 37-Jährige ebenfalls unter Vertrag steht. Und da ist es eben werbewirksamer, den Wechsel der deutschen Tischtennis-Ikone vor laufenden TV-Kameras zu verkünden. Schließlich hat sich auch der WDR für Freitagabend angesagt.

Mit Jörg Roßkopf wechselt ein Mann nach Jülich, der über seine Sportart hinaus einen guten Namen hat. Sein Stern ging international auf, als er 1989 bei der WM in Dortmund gemeinsam mit Steffen Fetzner den Titel im Doppel holte. Drei Jahre später wurde er in Stuttgart Einzel-Europameister. Olympia-Silber und -Bronze sowie der Gewinn des Weltcups 1998 sind die herausragenden Erfolge in seiner sportlichen Vita.

Zwei Aspekte haben den Ausschlag für Jülich und gegen ein Engagement im Ausland gegeben. Vereine aus Frankreich, Italien, der Türkei und Russland waren neben den Bundesligaklubs aus Grenzau und Fulda noch mit im Rennen um «Mr. Tischtennis». Grenzau war schnell aus dem Rennen, weil «Rossi» mit seinem aktuellen Mannschaftskollegen Timo Boll (wechselt bekanntlich nach Düsseldorf) in den Leistungszentren in Frankfurt oder Düsseldorf trainieren wird.

Also wäre es mit den Übungseinheiten im Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz an der Zugbrücke nichts geworden. In Fulda machte sich Jan-Ove Waldner für die Verpflichtung seines Landsmanns Jörgen Persson stark, womit die finanziellen Mitteln ausgeschöpft waren. Die Kontakte nach Frankreich, Italien und in die Türkei hatten sich mitttlerweile auch abgekühlt.

So blieb am Ende nur noch die Alternative St. Petersburg oder Jülich. Hinter dem russischen Verein steckt mit dem Energieriesen Gazprom zwar ein potenter Sponsor, doch Roßkopf verzichtet da lieber auf eine Menge Geld und bleibt im Lande. Auch wegen Gattin Sabine und den drei Kindern. Denn in der kommenden Saison stehen neben Bundesliga und ProTour auch die Olympischen Spiele in Peking auf dem internationalen Kalender.
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