Zur Zukunft von Fen Liang steht Näheres in dem folgenden Artikel.
Hadacova wird Hassiatin
Tischtennis: Binger Zweitliga-Damen haben Planungen abgeschlossen
Von Michael Heinze BINGEN
Bereits vor dem Saisonfinale in der Zweiten Tischtennis-Bundesliga Süd am kommenden Sonntag (14 Uhr) beim Tabellensechsten TSV Schwabhausen hat Vizemeister Hassia Bingen seine Personalplanungen für die kommende Runde abgeschlossen. Mit der Tschechin Dana Hadacova (23) vom Nord-Zweitligisten Hannover 96 vermeldet die Hassia einen hochkarätigen Zugang.
"Der Stamm der Mannschaft bleibt erhalten", sagt Hassia-Manager Joachim Lautebach. Ying Zhang (33), die in dieser Runde von massiven gesundheitlichen Problemen geplagte Yüchun Zimmermann (37) und die enorm veranlagte Julia Lutz (21) halten der Hassia weiter die Treue. Die langjährige Spitzenspielerin Fen Liang (31) wird den Binger Damen aber vermutlich nicht mehr zur Verfügung stehen, zumindest nicht regelmäßig. "Fen hat gesagt, dass sie nach dieser Saison aus privaten Gründen generell Schluss machen will mit dem Tischtennis. Sie will sich mehr der Familienplanung widmet. Aber sie wird uns nicht verlassen und weiter auf dem Meldebogen erscheinen. Wie es im Moment aussieht, wird sie auch in Deutschland bleiben", erläutert Lautebach.
Neue Nummer eins wird nach jetzigem Stand der Dinge Ying Zhang. Dana Hadacova wäre eine starke Nummer zwei. Die Rechtshänderin, die voll auf Angriff aus ist, stand laut Lautebach bis vor zwei Jahren im Kader der tschechischen Nationalmannschaft. Trainieren wird die Dame mit den kurzen blonden Haaren in der Regel in Luxemburg und Kroatien. "Dort hat sie sehr gut Trainingsbedingungen", weiß der Hassia-Manager. Hintergrund: Hadacovas Freund Ronald Redjep, der in der Zweiten Bundesliga für den 1. FC Saarbrücken spielt, ist Kroate und wird künftig wohl in Frankreich sein Geld verdienen.
Bei Hannover 96 spielt die Tschechin jetzt im zweiten Jahr. Zurzeit steht sie im vorderen Paarkreuz mit 21:11 hoch positiv. "Die Zweite Bundesliga Süd ist in der Breite vielleicht etwas stärker als die Nord-Staffel", schätzt Lautebach, der Hadacova in jedem Fall eine positive Bilanz zutraut und in ihr "einen adäquaten Ersatz für Fen Liang" sieht. "Ob Dana genau die gleiche Leistung wie Fen bringen kann, bleibt abzuwarten. Wir wollen sie nicht unter Druck setzen."
Fazit: Die Hassia wird auch in der neuen Runde über ein Team verfügen, das in der Lage ist, ganz oben mitzuspielen. Ob die Mannschaft stark genug sein wird, um sich im dritten Anlauf die Meisterschaft zu schnappen, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer zu beurteilen. "Erst einmal müssen wir abwarten, in welcher Aufstellung die anderen Mannschaften spielen", gibt Lautebach zu bedenken.
Das Saisonbudget wird sich nach AZ-Informationen im gleichen Rahmen bewegen wie in der zu Ende gehenden Runde. "Die Zuwendungen vom Hauptverein werden in gleicher Höhe fließen. Außerdem bauen wir darauf, dass uns viele private Förderer und Sponsoren, die uns seit Jahren die Stange halten, auch in Zukunft unterstützen. Aber da habe ich vollstes Vertrauen", sagt der Manager.
ALLGEMEINE ZEITUNG 20.04.2007
Der Link dazu:
http://www.hassia-bingen-tischtennis.de/aktuell.htm