|
AW: Herren-Verbandsliga Gr. 2 2006/2007
aus der WAZ von heute:
Foto
Hielten fast vier Stunden lang durch: Die begeisterten Zuschauer in der Sporthalle an der Weißenburger Straße trieben die Gahmener Akteure im Spitzenspiel gegen Beckhausen zu Höchstleistungen an. (Bild: Gregor Wallach)
"Das war ein Wechselbad der Gefühle"
Gahmen. (gw) Ein echtes Hallenspektakel und mehr als würdiges Verbandsliga-Finale lieferten sich am Samstagabend der TTC Gahmen und die TB Beckhausen. Die durchweg faire Partie endete mit einem verdienten Remis, dennoch war der TTC eindeutig der Sieger des Abends und feierte den Oberliga-Aufstieg mit seinen zahlreichen Fans bis in die frühen Morgenstunden.
Die Partie hatte für die Gahmener ganz nach Plan begonnen. Nach dem souveränen 3:0-Auftakterfolg des Gahmener Spitzendoppels mit Frank Malmwieck und Christian Schroer zogen Marc Breiter und Henning Nicolas nach. Das spannende 3:2, bei dem Breiter/Nicolas zunächst eine 2:0-Führung aus der Hand gaben, dann aber in der Verlängerung des Schlussdurchgangs die besseren Nerven bewiesen und mehrere Matchbälle abwerten, bedeutete für Gahmen die 2:0-Führung und stachelte die begeisterten Zuschauer zu ihren ersten lautstarken Anfeuerungsrufen an. "Über solch eine Kulisse würden sich sogar manche Vereine der Zweiten Liga freuen", bemerkte TTC-Spieler Andreas Schroer stolz mit Blick auf die 160 begeisterten Fans.
Nachdem Ralf Wieklinski und Ersatzspieler Reiner Schenk ihr Doppel deutlich verloren hatten, ging es in den Einzeln umso erfolgreicher für Gahmen weiter. Der überragende Frank Malmwieck wurde bei seinem ersten Einzelauftritt ebenso wie später in seiner zweiten Partie seiner Favoritenrolle souverän gerecht und schloss die Saison am Ende mit 34:8-Siegen als dritterfolgreichster Akteur der Verbandsliga-Staffel ab. Etwas überraschender kam da schon der frischgebackene Abiturient Henning Nicolas zu seinem hochklassigen 3:2-Auftakterfolg nach toller Aufholjagd (1:2 und 3:9) gegen den ehemaligen Regionalliga-Spieler Mirko Sbierczik.
Nach der 4:1-Führung folgten für die Gahmener die ersten Rückschläge. Marc Breiter leitete mit seiner 2:3-Niederlage gegen Oliver Schneider die Serie von Niederlagen nach 2:0-Führung ein. Anschließend musste sich Christian Schroer dem bärenstarken Fabio Gossling, mit 35:5-Siegen die Nummer zwei der Staffel, mit 0:3 geschlagen geben. Aus diesem Zwischentief brachte die Gahmener ausgerechnet der 46-jährige Wieklinski wieder heraus. Zwei Sätze lang schien der ehemalige ara-Spieler, der sich zudem beim Einspielen verletzt hatte, gegen Arnd Schroeder völlig chancenlos, um dann mit Unterstützung des Publikums langsam die nötige Sicherheit in seine Aktionen zu bekommen. Nach Wieklinski begeisterte Doppelpartner Schenk mit einer tollen Aufholjagd gegen Roberto Santulli und mit Malmwiecks bereits erwähntem zweiten Erfolg und der 7:3-Führung schien der Gahmener Erfolg schon zum Greifen nah. Vor allem als Nicolas die Zuschauer mit einer tollen Vorstellung gegen Marcel Mann fast vom Hocker riss und sich bei einer 2:0- und 6:0-Führung bereits die ersten Fans und Spieler für den Aufstiegsjubel bereithielten. Doch Nicolas schien plötzlich mit seinen Kräften am Ende und gab das Spiel noch aus der Hand.
Nun wurde es etwas ruhiger in der Turnhalle an der Weißenburger Straße. Beckhausen holte Punkt um Punkt auf, so dass es schließlich auf das entscheidende Abschlussdoppel hinauslief. "Das war ein Wechselbad der Gefühle. Man stand ständig unter Anspannung", berichtet Christian Schroer. Die Zuschauer hatte Schroer zuvor bereits bei seiner 1:3-Niederlage gegen Oliver Schneider mit einer emotionalen Vorstellung wieder wachgerüttelt. Trotz 7:8-Rückstands stellten dann Malmwieck und Schroer erneut ihre guten Nerven unter Beweis und untermauerten mit dem 3:0-Erfolg gegen Sbierczik/Mann ihre Position als bestes Doppel der Liga, die sie mit 24:2-Erfolgen eindrucksvoll einnehmen.
|