1. LK = Biologie (schriftlich)
2. LK = Sport (schriftlich/praktisch)
3. GK = Italienisch (schriftlich)
4. GK = Erdkunde (mündlich)
Zu Sport, praktisch: Leichathletik und Volleyball...für Handball gab's nicht genug Mitstreiter, für Schwimmen als Einzelsportart auch nicht...ziemlich dumm für einen, der schon als 14-Jähriger ohne regelmäßiges Training mit dem aktuellen Weltrekordler über 100m Brust, Gerald Mörken, mithalten konnte...'ne knappe halbe Sekunde langsamer als er - allerdings über 100m Freistil, wo er aber auch nicht gerade zu den Schlechtesten seiner Zunft zählte.
Allerdings hat es mich damals dermaßen gefuchst, dass einer schneller war als ich, dass ich beinahe Amok gelaufen wäre, nachdem ich aus dem Wasser stieg. Mein Tobsuchtsanfall wurde auch nicht dadurch gemildert, dass mein Schwimmlehrer mir permanent klarmachen wollte, gegen wen ich da gerade 'ne halbe Sekunde langsamer war, denn bis dahin wusste ich nicht, wer der Bursche war - mein Pauker wollte auf die Art mal eben meinen "tatsächlichen Leistungsstand verifizieren", da ich gegen alle anderen sowieso nicht alles geben würde...
Leider hatte er damit meinen Leistungswillen in dem damals noch so zarten Alter untergraben. Es gab leider einen, der besser war. Und das auch noch direkt an meiner Schule! (Gerald war zu der Zeit gerade mit dem Abi durch, wenn ich mich recht entsinne).
Fazit: Mein Lehrer war nun um einen Punkt schlauer, doch ich suchte nach anderen Zielen, weil ich nicht mehr der Beste war, und ich ließ mein Talent verkümmern.
Warum ich das so lang und breit erzähle? Weil ich oftmals feststelle, dass wirklich talentierte Jugendliche, ob im TT oder in anderen Sportarten durch solche "Experimente" schlagartig demotiviert werden können (nicht müssen!). Aber gerade angehende Topsportler sind in solchen Dingen oft ausgesprochen empfindlich. Und wenn ich dann sehe, dass "mal eben ein befreundeter Zweitligaspieler" einem 12-Jährigen vor den Tisch geschnallt wird, um ihm zu zeigen "dass er ja noch lange nicht der Beste ist", dann halte ich das in den meisten Fällen für kontraproduktiv.
Die jungen Burschen geben dann sicher alles. Und am Ende gehen sie vielleicht mit 'ner 11:3-11:5-11:4 Schlappe nach Hause. Und die interessiert es dann nicht mehr, ob das gerade ein Spitzenspieler aus der zweiten Liga war und der Trainer das schon als "Wahnsinnsleistung" betrachtet. Die sind einfach nur sauer, "dass sie so schlecht waren" und überlegen sich, ob sie noch Bock haben, sich irgendwann noch so eine Klatsche abzuholen.
Soviel zum Thema "angewandte Sportpsychologie"...
...und außerdem wollte ich natürlich loswerden, was ich für ein guter Schwimmer war.
Heute bin ich froh, wenn ich nach 400 Metern nicht ertrinke.
Gruß
Olaf