AW: Einstufungen in höheren Klassen
Zu Eintrag mithardemb:
In der Theorie magst Du recht haben, da dadurch ehemaligen Jugendspielern der Aufstieg zu den Aktiven versüsst würde, ist klar.
Aber ist das fair den anderen Aktiven gegenüber?
Das von Dir beschriebene Beispiel gibt es auch in anderen Sportarten immer wieder.
Aber dort wird es nicht so sein, dass dann ein Kreisligateam in die Saarlandliga oder gar noch höher eingestuft wird, nur weil man ausnahmsweise mal ein paar gute Spieler mehr zu bieten hat.
Ich halte von Einstufungen einfach nichts, weil
1) die Leistungen der anderen Teams würden dadurch in den Hintergrund treten
2) besteht die Gefahr, dass sich Vereine Spieler zusammenkaufen, um höher zu spielen
Ich denke, die Leistung sollte erbracht werden.
Schafft man den sportlichen Aufstieg, hat man verdient, eine Klasse höher zu spielen!
Was würde das für ein Chaos, wenn alle paar Jahre ein anderer Verein eine erstklassige Jugendmannschaft in die Aktiven übernimmt und infolgedessen aufgewertet wird, indem er aus einer Kreisklasse in eine Bezirks- oder Landesliga gesetzt wird?
Bei Ranglisten oder Turnieren sehe ich es ähnlich.
Klar gibt es Ausnahmen, die aus wichtigen Gründen nicht an Turnieren etc.... teilnehmen können.....
Aber die Realität sieht doch auch so aus, dass manche Spieler mehrmals keine Lust haben, dann eigentlich absteigen sollten und dabei erwarten, wieder eingestuft zu werden....
Und das soll richtig sein?
Zu Eintrag Creglingen:
Im Jugendbereich ist es schon schwerer, weil die Schüler / Jugendlichen diese Zeit recht schnell durchlaufen.
Aber auch das ist in anderen Sportarten so.
Aber mir ist zum Beispiel beim Handball kein Fall bekannt, wo deswegen eingestuft wurde.
Bei den Aktiven weist Du selbst auf die Gefahr hin:
Eine Mannschaft wird zusammengekauft!
Wenn 5 Ex-Landesligaspieler freiwillig in die 2. KK oder Kreisliga B wechseln, des Geldes wegen, ist das ihre Entscheidung!
Sollen sie also zusätzlich noch dafür belohnt werden, dass sie zum einen nach unten wechseln (des Geldes wegen), indem sie so eingestuft werden, dass sie ein Jahr später wieder Landesliga spielen?
Wo ist da noch der Sport?
Wenn sich jemand dafür entscheidet, unten zu spielen, obwohl das Potential dafür da ist, höher zu spielen, weiss diese Person, was sie macht.
Dann soll sie auch die Konsequenzen tragen und sich sich die Rückkehr nach oben mit der Mannschaft entweder
a) erarbeiten (Sportlich aufsteigen)
b) oder gar nicht solche Sachen anfangen
Bei Einzelranglisten ist es wieder was anderes.
Es ist durchaus akzeptabel, wenn wichtige Gründe (Krankheit,....) vorliegen, die die Teilnahme an einem Ranglistendurchgang verhindern, dass man hier eine Regelung einführt.
Auf der anderen Seite?
Fehlt man bei einem Durchgang, spielt man beim nächsten Durchgang eine Klasse tiefer und kann sofort wieder aufsteigen.
Ein Spieler, der durch häufige Abwesenheit glänzt, hat oft (oder sogar meistens) keine wichtigen Gründe.
Er soll sich wieder hocharbeiten.
Dabei sehe ich die Geschichte Rangliste als weniger kritisch an, als die Geschichte Einstufungen in Ligen / Klassen für Mannschaften.
__________________
Bunt ist das Dasein. ....
V.G. Karsten
|