Zitatanfang mithardemb
Es gibt durchaus mehrere sportliche Argumente für ein höherstufen:
1. Wenn eine Mannschaft leistungsmäßig mehrere Klassen zu tief spielt, dann ist das ebenso eine Wettbewerbsverzerrung - nämlich für ihre Gegner. Nimm mal an einem Mannschaft in untersten Liga hat das Potential Meister zu machen und es meldet sich eine neue Mannschaft eines neuen Vereines gespickt mit Bezirksklassespielern an.
2. Das ganze stellt auch eine Möglichkeit dar Jugendliche beim Verein zu halten. Wenn man mehrere jahre lang gegen deutlich schwächere Gegner antregen muß, dann ist man schnell geneigt den Verein zu wechseln.
Wie gesagt, für mich sollte eine Höherstufung der absolute Ausnahmefall sein. Bei dem schon genannten Beispiel von Wolframs-Eschenbach macht für mich die Höherstufung durchaus sportlich Sinn. Da ich das Beispiel nur aus dem Internet kenne weiß ich leider nicht, ob eine andere Mannschaft wegen dem Höherstufen zurückstehen mußte. Für mich wäre in diesem Fall ein 11. Staffel mit zwei Absteiern im Folgejahr die salomonische Lösung.
Zitatende
zu 1)
Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine neue Mannschaft anmeldet, die mit Bezirksligaspielern gespickt ist, ohne dass es hier nicht mit rechten Dingen (Geld....etc....) zugegangen ist?
Wenn sich eine neue Mannschaft anmeldet, die gleich eine solche Spielstärke besitzt, dann stimmt doch was nicht.
Auch wenn der Vergleich mit anderen Sportarten wie Fussball....hinken sollte.....
Man stelle sich vor, der einst existierende Fussballverein DJK Fraulautern (lang ist's her) wagt einen Neuanlauf.
Da mit Sicherheit kaum genug Spieler höherer Klassen von alleine zur DJK wechseln, wird eingekauft.
Und es soll fair sein, eine solche Mannschaft gleich nach oben zu setzen?
Aus welchem Grund sollten 4 oder 6 Bezirksligaspieler freiwillig in die 3. KK wechseln?
zu 2)
Heute ist es doch so, dass schon Jugendspieler in aktiven Mannschaften spielen.
Wenn eben diese Jugendspieler ihr grosses Potential erkennen lassen, kann man sie auch schon als Jugendspieler in die Aktiven-Mannschaften reinholen.
Sie können sich dann an den "höheren" Druck gewöhnen und schon in der Jugendzeit mit den Aktiven aufsteigen.
Wenn sie dann endlich selbst aktiv sind und wirklich die Stärke haben, die man ihnen prognostiziert hat, werden sie mit ihrer Herren-Mannschaft schon recht weit oben spielen.
Es gibt doch heute auch schon sehr gute Schüler- und Jugendspieler, die in Bezirksligen.....und sogar viel höher spielen.
Die beiden Argumente kann ich also so nicht akzeptieren (subjektiv betrachtet).
Davon abgesehen wandern gute Jugendspieler auch ab, wenn sie in einem Verein spielen, der recht weit oben steht.....
Es ist doch seit jeher ein Bäumchen wechsel Dich spiel.....
Was mir, und das betone ich immer wieder, am wichtigsten erscheint, ist aber, dass es nicht nur einen Verein / Mannschaft gibt, die sich die Spieler zusammenkaufen und dann per Antrag hochwollen!
Das ist einfach grob unsportlich!!!
Zitatanfang Rudi Endres
Ich hatte geschrieben, dass ich mir eine Einstufung im Profibereich vorstellen könne. Die Bundesligen suchen jedes Jahr mit der Lupe nach Aufsteigern.
Im Amateurbereich hat ein "Einkaufen" in höhere Ligen nichts zu suchen. Nur um solche Fälle geht es. Ausnahmeregelungen z.B. zur Jugendförderung, müssten klar formuliert und rechtlich abgesichert werden, um einen Missbrauch zu verhindern.
Zitatende
Wie Rudi schon schreibt.....
Was die Bundesliga angeht, so ist das eine andere Geschichte.
Hier herrscht jedoch auch ein ganz anderes Spielniveau, Einstufungen werden sicher nicht erkauft.
Im Amateurbereich gibt es Vereine, die sich den Erfolg erkaufen, das ist offensichtlich.
Solche Fälle sind zu verbieten!
Zur Jugendförderung kann und sollte es Sonderregelungen geben, die eindeutig beschrieben werden müssen.
Einige Verbände machen mit guten Lösungen vor, wie es geht.