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Alt 07.05.2007, 15:52
King990 King990 ist offline
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AW: Machbarkeitsstudie BLZ Mitte

Zitat:
Zitat von Cheftrainer Beitrag anzeigen
Zumindest eines ist mir aufgefallen:

- In dem Dokument wird erwähnt, dass das BLZ dem Landeskader "zuarbeiten" soll.
- In einem anderen Satz wird als "Wunschalter" der Bereich von 12-15 Jahren angegeben.

Diese beiden Aussagen widersprechen sich. Aus der Erfahrung weiss man, dass man i.d.R. entweder mit dem 12. Lebensjahr (meistens früher!!!) in den Landeskader aufgenommen wird oder niemals (Ausnahmen mit dem Alter von 13 Jahren gab es schon). Daher würde ich für das BLZ (wenn es denn wirklich das Ziel verfolgt, dem Kader zuzuarbeiten) eine jüngere Altersstruktur vorgeben.
Die Studie selbst habe ich jetzt noch nicht gelesen, aber ich möchte schonmal auf deine Aussage antworten.

Ich habe selbst mit 11 Jahren mit dem Tischtennissport angefangen. Somit war der Landeskader schon von Anfang an für mich kein Thema. Nach kurzer Zeit wurde ich ins KLZ aufgenommen. Doch irgendwann hatte ich dort keine gleichwertigen Gegner mehr und die Teilnahme machte somit wenig Sinn.
Die Stärke für ein BLZ hätte ich besessen, aber da es keines gab, konnte ich nur noch mein Vereinstraining besuchen. Für das LLZ war ich zum einen zu alt und andererseits auch spielerisch nicht gut genug.

Und wenn das BLZ nur für jüngere Spieler (11 oder jünger) vorgesehen ist, welche bei entsprechendem Talent sowieso eine gute Förderung erhalten, dann vergisst man die Spieler, die gut , aber eben nicht überragend sind, wieder komplett.

Ihr kennt sicherlich viele Spieler, welche nie die Möglichkeiten hatten, ins LLZ zu kommen, da sie zu spät die entsprechende Spielstärke erreicht haben.
Aber was spricht dagegen, Spieler, welche mit 15 Jahren ähnlich stark wie die LLZ Spieler werden, noch nachträglich aufzunehmen?
Vielleicht haben die Spieler dann keine perfekte Technik. Aber haben wir nicht selbst hier im Forum erkannt, dass die Technik nicht der entscheidende Faktor ist? Solange sie den Spieler nicht in der Weiterentwicklung seiner Schläge einschränkt, kann sie doch einen individuellen Anteil aufweisen.

Warum staffelt man es nicht einfach so, dass Spieler je nach Spielstärke in die 3 Leistungszentren eingeteilt werden? Junge Spieler beginnen im KLZ und haben die Möglichkeit sich "hochzuspielen". Wenn sie die entsprechende Spielstärke besitzen, kommen sie in das Bezirksleistungszentrum. Und die besten kommen später in das LLZ. Dann kann sich ein Spätzünder nämlich auch noch mit 15, vll. 16 Jahren in das Landesleistungszentrum verbessern.

Dieses System setzt aber eine sehr wichtige Grundlage voraus. Es muss hessenweit ein gutes Raster geschaffen werden. Das heißt im BLZ muss ähnliche Arbeit wie im LLZ geleistet werden und auch im KLZ muss intensiv trainiert werden(natürlich in reduzierter Form).

Nun stellt sich die Frage der Finanzierbarkeit. Dazu kann ich leider nichts sagen, das ist einfach mal ein Konzept, so eine Art Vision, ein Wunsch, dass wir vielleicht in einigen Jahren keine talentierten Spieler mehr aus dem Raster fallen lassen. Das alles setzt ein sehr großes Engagement voraus und wie man weiß, ist solch ein Konzept deshalb schwer umzusetzen.

Grüße Sebastian

P.S. Jetzt habe ich das Konzept durchgelesen, habe keinen Widerspruch zu meinem Text erkennen können und muss zustimmen, dass es eine sehr gute Maßnahme wäre. Die Finanzierbarkeit scheint mir ein riesiges Problem zu sein, denn ca. 250€/Jahr/Spieler sind schon eine sehr hohe Summe. Die Kosten wären vermutlich nur mit enormen Sponsoringbemühungen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.
Das Interesse der Spieler scheint aber eindeutig vorhanden zu sein.(Meine Erfahrungen im Bezirk West sind zumindest so, sollte im Bezirk Mitte ähnlich sein.)

Geändert von King990 (07.05.2007 um 16:00 Uhr)
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