@Dirk: Wieso "Auch hier" ("kann ich dir im WTTV nur widersprechen")? Gibt's noch mehr bei mir, dem Du nicht zustimmst?
Denn, falls nicht, ginge es ja wirklich nur bzw. hauptsächlich um dieses eine Argument, das der Motivation bei den letzten Matches.
"Ein Spiel" fast "ohne Bedeutung weil der Sieger feststeht" gibt es ja nur, wenn 1 Team bereits 9 (/..) hat, 1 Match aber noch zuende gespielt werden muss, da die Spieler höher klassiert sind. Und die
- werden, denk ich, schon meist ernthaft zuende gespielt; wenn auch natürlich Motviation und Konzentration nicht mehr bei 100 (aber vielleicht 80) % liegen;
- sind eben NICHT ganz "ohne Bedeutung", und WENN sie nicht IMMER voll durchgespielt werden, liegt es wohl daran, dass ihre Bedeutung, obwohl gering, sogar noch UNTERschätzt wird. (Es ist bestimmt schon passiert, dass sich jemand am Saisonende sonstwohin beißen wollte, weil er 1 solches Spiel nicht mehr Ernst nahm und dann just EIN Match zum Aufstieg fehlte.)
- fallen, da pro Team nur vielleicht 5 Matches pro Saison, außerdem tatsächlich zumindest weniger ins Gewicht als die wohl 54-72 Matches, die jedes Jahr einfach (fast wörtlich

) unter den Tisch fallen! (Bei einem durchschnittlichen Ergebnis von 9:4 sind es 3 pro Punktspiel, bei 18 Punktspielen also 54; nimmt man eher 9:3 an, gar 4x18 = 72.)
- Übrigens liefert die Regelung, dieses Spiel zuende zu spielen, ein Argument FÜR das Durchspielen ALLER! Denn nach Euren Argumenten wäre ja schon jenes Match unnötig, da der Sieg dann ja schon an das eine Team gegangen ist. Das Durchspielen dieser Matches ist also durchaus vergleichbar mit dem Durchspielen aller Matches => Wenn das eine, dann auch alle anderen!
Dass bei Punktgleichheit manchmal auch der/die direkte/n Vergleich/e zählt/en, wusste/bedachte ich nicht. DAS ist natürlich ein Argument.
Da müsste man, als Diskussionsgrundlage, halt mal wissen, in welchen/wievielen Verbänden das so ist.
Wer weiß das, bzw. wie findet man das heraus? (Man sollte ja meinen, dass man nicht jede einzelne WO der Verbände aufsuchen+durchlesen muss, sondern spätestens der DTTB hierüber Bescheid weiß!?)
Im BayTTV jedenfalls scheint es - bin mir nicht mal sicher, ob das, was ich nachschlug, so stimmen kann - nach den insgesamt gewonnen Matches zu gehen. Denn in DER W(ettspiel)O(rdnung)
(fand ich übrigens auf BTTV.de (wegen nicht besonders aussagekräftigen Kategoriebezeichnungen erst nach einigem Suchen unter "Service\Downloads") steht unter G9:
Zitat:
In Schlusstabellen entscheidet bei Punktgleichheit – auch über die Meisterschaft der betreffenden Spielklasse sowie über den Auf- und Abstieg – die größere Differenz der gewonnenen zu den verlorenen Einzel- und Doppelspielen. Ist diese Differenz gleich, dann ergibt sich die Reihenfolge durch die höhere Zahl der gewonnenen Einzel- und Doppelspiele.
Ist diese auch gleich, entscheidet die größere Satzdifferenz, ggf. die höhere Zahl der gewonnenen Sätze.
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Also überraschenderweise GAR nichts über direkte Vergleiche, denen, wenn ich das nicht missinterpretiere, also sogar die Anzahl insgesamt mehr gewonnener Sätze (bei gleicher Satzdifferenz (!), also 600:300 Sätze besser als 599:299 (!)) vorgezogen wird.
(Was ich übrigens - wie auch die gleiche Regelung eine Ebene höher, bei den Matches - schon in sich völlig daneben finde, denn a) sind die Unterschiede lächerlich gering und b) sollte, wenn schon, es ANDERSherum sein, nämlich der Quotient zählen! Denn - um es mal mit besser vergleichbaren Zahlen darzustellen - wer 4:0 oder 6:2 Matches spielt, also 100 bzw. 75% gewinnt, ist doch wohl im Zweifelsfall (bei ähnlich starken Gegnern) besser als jemand, der 9:5 spielt, also nur 64% gewinnt!?)
In JEDEM Fall fände ich jenes Staffelungssystem mit Abstand am besten - sowohl wegen der Gerechtigkeit (dass eben z.B. ein 7:9 nicht nur minimal, sondern deutlich mehr bringt als ein 0:9) UND eben dem Vorteil, dass JEDER ALLE Matches spielen kann.
Es sollte dann aber, wie mein obiges Bsp. schon zeigt, nicht mit 1 Punkt fürs Unentschieden losgehen, sondern schon für nicht glasklare Niederlagen - just so, wie anscheinend in der Schweiz. Auf DAS System sollte man wirklich mal den DTTB aufmerksam machen und, falls bekannt, fragen, was daGEGEN spricht.
Denn Du sprichst von "Haken und Nebenwirkungen". Solche sollte man zwar immer erst erforschen (und dann auch beachten

), doch NOCH hast Du, obwohl Du auch das Wort "Nachteile" im Plural benutzt, erst EINEN vermeintlichen genannt.
Und DEN möcht ich hier gleich Mal entkräften. "Jugendlichen..ne Chance..geben" ist was Gutes (bin selbst Jugendtrainer). Aber auch das birgt nicht nur den VORteil des Erfahrung Sammelns, sondern auch Nachteile: z.B.: mögliche Überforderung (=> Der Motivationsversuch kann sogar ins Gegenteil umschlagen) + Wettbewerbsverzerrung (jedenfalls wenn der Jugendliche NICHT die Stärke des Ersetzten hat; hat er sie DOCH, sollte man ihn eh die GANZE Saison dort spielen lasssen.).
Und als Abschluss: Selbst wenn das mit der Punkte-Staffelung nicht gehen oder das mit erhöhter Gerechtigkeit bei Bilanzen aus anderen Gründen im Endeffekt NICHT oder nur teilweise stimmen sollte (z.B. eben wegen nicht 100%iger Motivation bei jenen letzte Matches):
DAS wäre eh nur ein Neben-Argument.
Der KERNPUNKT, um den sich Alles dreht, ist das, was da bei J-M zensiert wurde: Dass es für jemanden, der sein Haus wegen TT-Spielens verlässt, extrem unbefriedigend ist häufig nur 1 Einzel spielen zu dürfen.
DAS ist für mich einfach der mit Abstand entscheidende = über allem anderen stehende Faktor!
So 100%ig nachvollzogen werden kann er vielleicht nur von jenen, die 1, oder besser mehrere, Saison/s an 6 oder 5 gespielt haben - und das in Teams, die meist klar gewannen oder verloren.
Marcus Drewsen