Zitat:
Zitat von Jaskula
Wenn ein Polizist einen mutmaßlichen Terroristen hinrichtet und das ganze dann als Selbstmord verkauft wird, dann würde ich das schon als kriminell bezeichnen.
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Falls es so war, muss es natürlich auch so gesehen und als solches bezeichnet werden können.
Das Problem ist, schon wenn man sich Gedanken darüber macht, ob die eine oder andere Version plausibel oder glaubhaft ist, kann man von bestimmten Kreisen bereits selbst in die Nähe eines "Terroristen-Sympathisanten" gerückt werden.
Und das ist, glaube ich, das wirklich Erschreckende dabei! Schon im Vorfeld läuft man möglicherweise Gefahr, selbst mehr oder weniger latent als kriminell eingestuft zu werden, nur weil man vielleicht etwas zu sehr an Wahrheit und Glaubwürdigkeit interessiert ist!
Weiter Guantanamo - ein Staat versucht sich mit starker Einschränkung aller Menschenrechte zu schützen, indem er das, was er an vorderster Stelle zu schützen vorgibt, in übler Weise mit Füßen tritt und beschädigt.
Wie sieht es bei uns aus? Unsere Regierenden (vor allem Schäuble) versuchen immer wieder trotz gegenteiliger höchstrichterlicher Rechtssprechung (so als ob nichts geschehen wäre) Freiheiten immer weiter einzuschränken, so dass vielleicht irgendwann nicht mehr viel von ihnen übrigbleibt.
Die Stasi hatte ja früher auch immer "gute Gründe", um ihren Überwachungsstaat auf das Übelste und Gemeinste auszubauen!
Und was passiert ab und zu, wenn Journalisten über möglicherweise kriminelle Verfehlungen der Administration berichten? Sie bekommen (wie neulich erst passiert) eine Hausdurchsuchung und Beugehaft angedroht, um ihre Informanten zu verraten! Klar ist wohl jedem, wenn Informanten nicht mehr geschützt werden, ist es vorbei mit Aufdeckung von Skandalen und investigativem Journalismus.
Sinn der ganzen Sache ist wohl immer der gleiche, ob in den USA oder hier bei uns, dass die Administration versucht, ihre Aktionen befreit von bestimmten legalen Einschränkungen, durchführen zu können, so richtig nach Lust und Laune. Dann kann man ja möglicherweise gelegentlich dem gerade aktuellen politischen Gegner auch eins auswischen, wenn man sich nur geschickt genug anstellt.
Wer diesen Macht- und Überwachungsapparat kontrolliert, kann mit dessen Instrumentarien wirklich eine Menge anfangen, wobei ich das Verhältnis ´echte Terroristenbekämpfung´ zu ´Überwachung zum Vorteil der eigenen Leute´ natürlich nicht gewichten kann (schätzungsweise wird es in Richtung des zweiten ausschlagen, vermute ich, wie die Menschheit halt so gestrickt ist. Wenn es nur gegen Terroristen eingesetzt würde, müsste man sich ja wirklich keine Sorgen machen...)
"Wir wollten ja nur das Beste" - O-Ton E. Mielke.
Natürlich kann man Mielke nicht mit Schäuble vergleichen, aber jemand hat mal gesagt, "wehret den Anfängen" (und zwar rechtzeitig!)