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Alt 16.05.2007, 02:56
Doc Snyder Doc Snyder ist offline
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Zitat von Uwe Beitrag anzeigen
Das was dem TT in seiner Außenwirkung am meisten zum Verhängnis geworden ist, ist genau das, was es für die meisten eigentlich attraktiv macht, nämlich die übermäßige Beeinflussung des Spiels durch das Material. So wird es möglich, das sich über 50jährige, in anderen Sportarten eher in einer AH spielend, im TT durchaus in der Oberliga und höher halten können oder auch 150 kg Kolosse einem Ball mit einer Handbewegung über dem Tisch mehr Drall und Geschwindigkeit geben können als das ein austrainierter Athlet mit einem dünneren Belag oder ohne Frischkleben je könnte. Umgekehrt passiert es immer wieder, das junge, hochmotivierte und vieltrainierende Spieler gegen altersschwache kniebandagierte Greise verlieren, weil sie das Spiel gegen absolut "krummes" Material einfach nicht gewohnt sind und oft vollkommen frustriert und mit Recht verärgert TT aufgeben und sich anderen Sportarten zuwenden, die in diesem Extrem nicht vom Material bestimmt werden. Es liegt in der Natur der Sache das gegen letztere meist die nichts einzuwenden haben, die mit diesem Spiel gut zurecht kommen und andererseits diejenigen, die von der ersteren Gattung profitieren, gegen jedwede "Veränderungen" argumentieren und ein Ende am "herumschrauben des TT-Sport" fordern. An diesen, zugegebenermaßen extremen Beispielen lassen sich sehr gut die Auswüchse des TT erkennen. Eine Betätigung, die den Namen Sportart verdienen möchte kann sich solche Dinge einfach nicht leisten, oder sie kann von Laien einfach nicht ernst genommen und nur mitleidig belächelt werden. Oder noch deutlicher formuliert, eine Sportart, die anstelle von Athletik und Fitness Material setzt, verdient nicht die Bezeichnung Sportart.
Fazit: die überstarke Beeinflussung des Spiels durch das Material muss endlich eingeschränkt werden, damit der eigentliche sportliche Aspekt des TT in den Vordergrund gerückt wird. Ich vermag nicht einzusehen, warum TT weniger interessant sein soll als beispielsweise Tennis.
Hier möchte ich widersprechen. Es ist nicht das Material. Es ist die Technik, die im Tischtennis über die Athletik dominiert. Ersetze in deinem guten Beitrag das Wort Material durch Technik, dann bist du auf der richtigen Spur.
Jugendliche, die es nicht schaffen, im ersten Erwachsenenjahr gegen die "kniebandagierten Greise" zurechtzukommen, haben einen Technikmangel, der sie gegenüber Jugendlichen mit sonst gleicher Spielstärke, aber gutem Spiel gegen die Noppenopis, früher oder später sowieso limitiert. Das Überwinden der Noppenopischwelle ist meines Erachtens sogar ein guter Talentindikator.

Zur Außenwirkung. Hier spielt das "krumme" Material nun gar keine Rolle. Gerade das Spiel Angriff gegen Abwehr ist (auch) für den Laien spektakulär.
Noppenopis gibt es im Fernsehen nicht.
Das Fernsehproblem ist die Ballrotation. Die ist nicht zu sehen und für den Laien kaum zu verstehen. Das wäre auch mit größeren Bällen, limitierter Belagdicke, verbotenem Frischkleben und dem Verbot von allen Noppenaußen-Belägen nicht zu ändern. Eher müßte man da Noppen-Innen-Beläge verbieten.
Tischtennis ist aufgrund von Tempo, Ballgröße und Ballrotation nicht fernsehkompatibel und wird es nie sein.
MfG
Doc Snyder
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