Zitat:
Zitat von powerpaul
Wieso sollte jemand, der einem anderen Menschen das Leben nimmt eine zweite Chance erhalten? In diesem Punkt lege ich vehement mein Veto ein.
So ein "Mensch" hat diese Chance mit der Tat verwirkt.
Das ist in meinem Fall keine Frage von Religion oder Glaube, sondern lediglich von Gerechtigkeitsempfinden.
Die Sexualstraftäter, welche du oben erwähnst, oder der Mord aus Habgier, oder andere Motive-das ist doch unterm Strich egal, ein Mörder nimmt einer anderen Person das Recht zu leben. Von den Angehörigen mal ganz zu schweigen....
Das heißt nun nicht, wie mir von anderer Seite unterstellt wurde, daß ich ein Befürwörter der Todesstrafe wäre. Ich bin lediglich der Auffassung, daß Mörder keine "zweite Chance" verdient haben und von daher im Idealfall lebenslänglich (nicht 15 oder 25 Jahre) unter Verschluß gehören.
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Stellt sich die Frage, soll Dein "Für immer Wegsperren" nur für Mord gelten, oder auch für andere Straftatbestände ? Wenn es für andere Straftaten nicht gilt, warum sollten diese Täter noch eine Chance erhalten ? Vor allem nach dem 98. Einbruch oder der 104. Körperverletzung ?
Wo ziehst Du die Grenze ?
Was ist bei Fehlurteilen ? Gerade wegen dieser Möglichkeit gibt es keine Todesstrafe, denn es gibt Fehlurteile und bei Unumkehrbaren Strafen ist das dann tragisch.
In Bezug auf politisch motivierte Taten kommt aber noch eine Frage hinzu: Was ist, wenn die Tat an sich richtig oder notwendig war, aber die rechtslage falsch ?
Ich stelle jetzt mal die Behauptung auf, daß nicht alle Urteile im Dritten Reich, in der DDR oder in irgendwelchen Diktaturen gerecht waren. Was wäre, wenn unser momentanes Rechtssystem im Nachhinein ähnlich schlecht abschneiden würde und nach Erlangung der Macht durch Andersdenkende sich die Werte unserer Gesellschaft ändern würden ?