Zitat:
Zitat von Sven M.
Das sehe ich komplett anders.
Die Wirkung der glatten Beläge (GLN/Antis) beruht doch hauptsächlich darauf, dass das Gros der Spieler es einfach nicht gewöhnt ist, dagegen zu spielen. Bewegungsmuster, Spielzüge und die technische Ausführung der Schläge müssen teilweise völlig außer Kraft gesetzt werde, damit das Spiel gegen glatte Beläge erfolgreich gestaltet werden kann. Und weil gerade das nicht gerade einfach ist, tun sich viele Spieler gegen glatte Beläge so schwer.
Du kannst also nicht pauschal behaupten, dass glatte Beläge harmloser wären, nur weil sie physikalischen Gesetzen unterliegen (was ja auf griffige Beläge genauso zutrifft).
|
Du verwechselst Wirkung und Wahrnehmung. Die glatten Beläge sind harmlos, da sie keine Wirkung bezüglich des Spin haben. Egal was man auch macht, der Spin bleibt erhalten. Für den Gegenspieler ist dies leicht auszunutzen, wenn er sich nur richtig drauf einstellt. Der Vorteil des GLN-Spielers liegt also nicht im Belag, sondern einzig darin, dass er einen Trainingsvorteil hat, da die Gegner seltener dagegen spielen. Dadurch antizipieren sie eventuell falsch.
Der weitere Vorteil der glatten Beläge besteht darin, dass man weniger Fehler macht, allerdings nur dann, wenn man nicht versucht Bewegungen zu machen, die damit nicht gehen.
Das Problem ist nicht, dass die technische Ausführung der Schläge eine Andere sein muss, sondern dass die Schläge falsch sind. Wenn ein Ball mit Topspin noch extrem nach oben gezogen wird, dann darf man sich doch nicht wundern, dass dieser hoch an die Decke fliegt. Wenn ein Ball mit Unterschnitt nach unten gedrückt wird, dann ist es doch klar, dass dieser im Netz landet.
Ein Belag darf doch nicht verboten werden, weil die Gegner nicht gewöhnt sind dagegen zu spielen. Dann müsste man ja das Verbot der Beläge von der Häufigkeit ihres Einsatzes abhängig machen.