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Alt 24.05.2007, 17:44
henrypijames henrypijames ist offline
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henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Tischtennisweltmeisterschaft 2007 in Zagreb

Zitat:
Zitat von freaky00 Beitrag anzeigen
dass dima es schwer hatte, seine 2 sätze heimzubringen, kann man so nicht sagen. bei jedem ballwechsel ist auch immer etwas glück dabei und so geplant sahen ma lins punkte zum schluss auch nicht aus. in den ersten beiden sätzen hatte dima ein paar dicke patzer bei der aufschlagannahme, die quasi ein geschenk für ma lin waren.
Nein, diese waren keine leichte, sondern exakt vorhersagbare Annahme-Fehler. Ich habe das Spiel mit einem Freund, der sich in TT genau so gut ankennt wie ich, zusammen geschaut, und in den Schlussphasen beider Saetzen, als Ma Lin Ausschlag hatte, sagten wir uns gegenseitig und uebereinstimmend: "Jetzt kommt ein stark unterschnittener Aufschlag." Genau so passierte es dann, und beides Male retournierte Ovtcharov brav ins Netz.

Dass wir Ma Lins Aufschlag und Ovtcharovs Annahme-Fehler tatsaechlich voraussehen konnten, lag daran, dass das Ganze ein gaengiger Spielzug in der chinesischen Nationalmannschaft ist: Jeder von ihnen beherrscht einen besonders stark unterschnittenen Aufschlag, der extra fuer solche Entscheidungssituation aufgehoben wird.

Wenn man genau hinschaut, wird man entdecken, dass auslaendische Spieler mit erschreckender Haeufigkeit bei Big-Points den Aufschlag des chinesischen Gegners ins Netz retournieren. Meistens glaubt der Annehmer dann, er haette einen leichten Fehler gemacht, weil es der erste Ball ist, den er ins Netz schupft. Ausgerechnet jetzt, denkt er sich und aergert sich richtig - wie Ovtcharov gestern. Was er nicht weiss, ist, dass der Chinese bis dahin diesen harmlos aussehenden - weil taeuschend aehnlich zu dem normal unterschnittenen Aufschlag, den sie sonst servieren - aber in Wirklichkeit hochgiftigen Aufschlag eben noch nicht ausgepackt hat.

Die Moral der Geschichte: Bei den chinesen TT-Spielern gibt es weniger Zufaelle, als es gemeinhin aussieht!

Geändert von henrypijames (24.05.2007 um 17:55 Uhr)
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