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Zitat von fliptt
Sollte das jemand anders sehen würde ich mich auf eine rege Diskussion freuen, ich verspreche mich dann auch etwas besser im Griff zu haben. Die Griffe sind halt am wichtigsten 
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Ich sehe das zwar nicht anders, ich trainere, wenn möglich auch so, also Topspin schon bei kleinen Anfängern.
Aber: Es klingt hier fast so, als wäre das kompromisslose Angriffsspiel der einzige Weg, um das einzig erstrebenswerte Ziel (mindestens Kaderzugehörigkeit) zu erreichen. Wer so denkt, darf sich nicht wundern, dass die Zahl der aktiven Tischtennisspieler rückläufig ist.
Wenn 5% der Anfänger es bis zum Kader schaffen, weil sie schon als Anfänger Topspin spielen können, ist das schon eine gute Quote.
Was mache ich mit den restlichen 95% ? Es gibt Kinder, die kriegen das mit dem Topspin nicht gebacken, weil wesentliche Voraussetzungen fehlen (Koordination, Beweglichkeit, Rotationsverständnis, Beinarbeit, Reaktionsfähigkeit, Talent eben) ? Aussortieren, nach Hause schicken? Oder im Rahmen ihrer Möglichkeiten ebenfalls fördern? Natürlich reicht es dann vielleicht mal nur bis zur Kreisklasse. Na und?
Gäbe es keine Kreisklassen-Spieler, wären ja die Berzirksklassenspieler "die Letzten".
Klar ist offensives Topspinspiel erstrebenswert. Es ist aber ziemlich arrogant, alles Andere als "nicht förderungswürdig" zu bezeichnen. Ich weiss, so hast du es nicht formuliert, aber so kann man es verstehen.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: ich habe als B-Trainer mit Schülern angefangen, die es bis zur 2. Liga und Regionalliga geschafft haben. Auch aktuell sind in der deutschen und hessischen Rangliste ein paar Spieler (Surnin, Wang, Sandig) , die zumindest teilweise bei mir trainiert haben. Der kleine Wang hat mit 7 bei mir angefangen, der grosse mit 9.
Alle diese Spieler sind absolut offensiv ausgerichtet, ich stehe wohl also nicht in dem Verdacht, Angsthasentischtennis zu lehren. Trotzdem bin ich mir nicht zu schade, mit allen Anfängern individuell nach ihren persönlichen Anlagen zu arbeiten. Wenn es denn sein muss, auch mal Schupfen und Sicherheitsspiel. Diese Kinder freuen sich über jeden Punkt, den sie machen; auch wenn sie nie über die KK herauskommen sollten