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Alt 25.05.2007, 23:13
Sriver Killer Sriver Killer ist offline
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AW: Tischtennisweltmeisterschaft 2007 in Zagreb

Rieslingrübe hat aber im fachlichen Sinne recht, wenn er einem Rene Adler unterstellt, dass dieser nicht auf die taktischen Geschehnisse, bzw. analytisch auf das Spielgeschehen eingeht.

Beispiel: Im Kurz-Kurz- Spiel im letzten Herreneinzel des Tages zwischen Hao Shuai und Chen Qi kommt es des öfteren zu vermeintlich leichten Fehlern, so dass keiner der beiden das aktive Spiel aufbauen kann. Für den einfachen Zuschauer oder nicht tatktisch erfahrenen Spieler oder viele Hobbyspieler wird aber aus Rene Adlers Kommentar nicht ersichtlich wieso ein solcher Fehler passiert und warum dieser eher einfach ist. Auf mögliche Platzierungen, den Schnitt, Stellungsfehler wird kaum eingegangen. Ein Satz wie:"Bei 2 so einander aus dem Training bekannten Spielern können solche leichten Fehler durchaus einmal vorkommen."
Der Fachzuschauer mag sehen, warum einem der Spieler ein solcher Fehler unterläuft, aber die andere Gruppe, für die ein solcher Kommentator eigentlich hauptsächlich dasein sollte tappt weiter im Dunklen.
Hier wäre es die Aufgabe des Kommentators etwas zu sagen.

Besserung in der letzten Session der heutigen Übertragung war sicherlich aber, das Adler sagte, was aus seiner Sicht eine taktische Maßnahme Bolls gegenüber einem immer werdenden Kreanga sein sollte. Selbst ins aktive Spiel kommen...
Wie genau dies aber aussehen könnte, welchen Schlag mit welcher Rotation Boll am besten spielen sollte(zumeist war die Beste Lösung sicherlich ein sehr effetreicher Eröffnungstopspin auf Kreangas Ellenbogenbereich, der von Boll unterhalb des Tischniveaus hochgezogen wurde--> Kreanga konnte meist nicht gegenziehen, nur den versuchen den Ball auf den Tisch zu heben und auch dies gelang nur selten) konnte (oder wollte ) Rene Adler nicht analysieren. Dies aber hätte dem Zuschauer einen besseren taktischen Überblick gegeben und die Möglichkeiten des Spielers erläutert, um besser ins eigene Spiel zu finden.
Dies zum Biespiel wurde durch einen Co-Kommentator wie Jörg Rosskopf während der EM 2002 getan und ich denke das dies sehr aufschlussreich für die Zuschauer war, die eben nicht dieses taktische Verständnis mit sich bringen, etc.

Gerade beim Tischtennis finde ich es sehr wichtig, ähnlich wie beim Tennis und beim Snooker auch mal Pausen zu lassen und dann erst darauf einzugehen. Sehr gute Beispiele sicherlich Rolf Kalb(Eurosport) und Hans Jürgen Pohmann(ist der überhaupt noch aktiv )
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