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Zitat von stefan.s
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Hallo an Alle!
Jetzt äußere ich mich doch glatt auch mal zu den 'Perspektiven' "unkonventioneller Störspieler etc.", aber nicht konkret am Beispiel A. Soljas, sondern eher am Potential des jeweiligen Materials.
1. TT ist die schnellste Rückschlagsportart; es wird oft in einem Bereich agiert, in dem Reaktion nicht mehr möglich ist und durch Antizipation ersetzt werden muss.
2. TT ist - aufgrund der Ballgröße sowie griffiger Schlägerbeläge - die rotationsreichste Sportart.
Beides - Tempo und Rotation - sind AKTIONSparameter, und damit griffigen NI-Belägen vorbehalten. (Ausnahme Tempo: griffige NA-Beläge)
Das Spiel mit so genannten 'Störbelägen' - Anti, lange griffige Noppen, lange glatte Noppen (kurze griffige Noppen sind naturgemäß anders zu beurteilen) - steht dem mit griffigen NI-Belägen diametral entgegen. Es ist ein REAKTIONSspiel.
3. Der Materialspieler ist also auf - vor allem Rotations- Aktion des Gegners angewiesen, damit sein Spiel überhaupt zum Tragen kommt (wird verstärkt, klar) Kapiert der Gegner - was oft der Fall ist - das Prinzip nicht - gewinnt ein mittelmäßiger Glattnoppenbeherrscher gegen sonst höher einzustufende Spieler.
4. Aber der NI-Spieler hat naturgemäß viel mehr Möglichkeiten, sein Spiel umzustellen:
Er hat die Möglichkeit, Tempo und Rotation zu bestimmen/dosieren.
a. gerader erster Ball, Endschlag mit dem Zweiten
b. schnittloser Schupf, s.o.
c. 'flache Ballonabwehr'
usw. usf.
Das Material 'an sich' benachteiligt eher als es Vorteile bringt.
Natürlich gibt es Leute, die:
a. mit NI nicht so gut spielen, also ist Material das Richtige für sie
b. Leute, die gegen Material nicht können, also bestätigt das die Materialspieler
Meine Erfahrung zeigt, das es immer gegen jedes Material Leute gibt, die es können und solche, die es nicht können. Da wird Klassenzugehörigkeit bisweilen ganz schön aufgeweicht.
Aber: in der absoluten Spitze wird es immer jemanden geben, der kein Problem mit Glattnoppen etc. hat.
Oder: (Vorsicht, ernstgemeinte Provokation) Kein Glattnoppenstörspieler wird jemals ein größeres Brettchenturnier gewinnen können.
Aber auch: absolute Hochachtung vor den Materialexperten, es ist der Hammer, z.B. lange Glattnoppen überhaupt zu beherrschen.
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Dieser Beitrag hat es nicht verdient in der Versenkung zu verschwinden.
Zwar mag das GLN-Material mehr benachteiligen, als dass es Vorteile bringt, doch gibt es Spieler, bei denen paßt es halt sehr gut zu ihren Bewegungsablauf.
Eines unserer Mädchen hatte mit der Rückhand immer die selbe Bewegung gemacht. Der Ball flog dann meist hoch zurück und die Gegnerin konnte diesen dann ohne Probleme verwandeln. Nun spielt sie mit einem anderen Belag. Die Bewegung ist immer noch die gleiche, doch der Rückschlag kommt wesentlich flacher und die Gegnerinnen können nicht so einfach den Punkt machen.
Die GLN sind harmlos und es besteht kein Grund sie zu verbieten. Mit ihnen kann man das Spiel nicht sehr variabel gestalten. Doch dies führt dazu, dass man sich auf das wesentliche beschränken muss und dadurch zwangsläufig an Sicherheit gewinnt.