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AW: Regionalliga West 07/08
TuS Warstein begrüßt seine Neuzugänge
Die neue TuS-Mannschaft: Andrzej Biziorek, die Neuzugänge Daniel Hoppe und Sebastian Guhe (hintere Reihe, v.l.), Marco Hovemann, Andreas Nübel und der neue Spitzenspieler Pawel Stopinski (vordere Reihe, v.l.). Fotos: Michael Schulte Kostprobe seines Könnens: Pawel Stopinski ist die neue Nummer eins in der Tischtennis-Regionalliga-Mannschaft des TuS Warstein. Er wird zu jedem Punktspiel aus Polen eingeflogen. Neuzugang aus Schloss-Holte: Daniel Hoppe kommt ab September an Brett sechs für die Blau-Weißen zum Einsatz.
Warstein. Die neue Mannschaft von Tischtennis-Regionalligist TuS Warstein traf sich erstmals zum Training. Mit dabei war auch der neue Spitzenspieler Pawel Stopinski aus Polen.
Er war noch nie in Warstein. Und von der Stadt hat Stopinski (30) während der Stippvisite bei seinem neuen Verein nicht wirklich viel gesehen. Er beschnupperte erstmal die künftigen Teamkollegen, beim lockeren Training in der Bergenthalhalle. Die Fans schlossen ihn schon ihr Herz. Sie staunten, mit welcher Präzision und Schnelligkeit der "Neue" die Bälle übers Netz schmettern konnte.
Einstimmig beschloss die Mannschaft, das Regionalliga-Abenteuer in folgender Aufstellung anzupacken: Stopinski bildet mit seinem polnischen Landsmann Andrzej Biziorek das obere Paarkreuz. In der Mitte spielen Andreas Nübel und Marco Hovemann. Die Neuzugänge Sebastian Guhe und Daniel Hoppe, beide vom Oberligisten TTSV Schloss Holte gewechselt, verstärken das untere Paarkreuz.
Die Saison startet am 2. September. Ein Spielplan liegt noch nicht vor. Warstein bevorzugt als festen Anschlagtermin jeweils den Sonntag um 14 Uhr, weil Nübel aus beruflichen Gründen nur an diesem Tag zur Verfügung steht. Denkbar wäre auch ein Doppelspieltag. Vorteil: Warstein hätte dann immer ein Wochenende spielfrei.
Stopinski wird zu jedem Punktspiel mit dem Flugzeug von seinem Wohnort Danzig nach Dortmund eingeflogen. In Zeiten der Billig-Flieger preislich und zeitlich kein Problem. Die reine Flugzeit beträgt 75 Minuten, mit Transfer drei Stunden pro Strecke. Pünktlich landete Stopinski am vergangenen Freitag in Dortmund, wo ihn Biziorek und TuS-Altmeister Josef Raulf abholten.
"Er ist menschlich wie sportlich der ideale Mann für uns", sagt Abteilungsleiter Norbert Vogt über Stopinski. Der 30-Jährige ist verheiratet, hat einen Sohn und arbeitet hauptberuflich in Danzig in einer Sicherheitsfirma.
Vor gut einem Jahr wagte der Pole mit dem raspelkurzen Haar den Schritt nach Deutschland. Er stand zuletzt beim inzwischen abgestiegenen Zweitligisten TTC Vernich an Brett fünf, spielte mit 8:21 eine negative Bilanz.
Der TuS setzt große Hoffnungen in Stopinski. Ob Warstein das erste Regionalliga-Jahr übersteht, hängt wesentlich davon ab, wie er an Position eins "einschlägt". "Die Regionalliga ist eine große Herausforderung für mich", sagt Stopinski, "ich möchte positiv spielen und mit Warstein frühzeitig den Klassenerhalt schaffen."
Wochentags will sich Stopinski in einem Tischtennis-Leistungszenrum in Danzig fit halten. Geplant sind zehn bis zwölf Übungseinheiten pro Woche. In Warstein zeigte er am vergangenen Samstag mit Biziorek und Hoppe schon ein paar schöne Ballwechsel. In Topform sei er aber noch nicht, meinte Vogt. Die heiße Vorbereitungsphase beim TuS beginnt erst im Juli. Nach dem Training ging die neue Regionalliga-Truppe noch gemeinsam essen. "Das erste Treffen war hervorragend", so Vogt.
17.06.2007 Von Michael Schulte
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