Ich mach mir eigentlich nur am Anfang des Ballwechsels Gedanken, besser gesagt, ich überlege welche Angabe mit welcher Schnittvariante jetzt am Sinnvollsten wäre. Wenn ich mich dann für eine Angabe entschieden hab, dann weiß ich auch in Folge des Schnitts´, wo bevorzugt der Return des Gegner landet, bzw. wo er mir gar nicht hinspielen kann.
Das Ganze dauert vor dem Ballwechsel ca. 3sek.
Danach kann ich allerdings nicht mehr vorhersagen wo mir der Ball hingespielt wird, ab dann ist Technik gefragt und weniger der Kopf. Umso besser meine Technik und schneller meine Reaktionszeit ist, desto besser kann ich mich auf den kommenden Ball einstellen und richtig stellen. (In dem Moment wo der Ball den Gegner verlässt muss ich jedoch schon wissen, mit welchem Schlag ich reagiere)
Kopf ist in diesem Moment nur dazu da, um zu entscheiden mit welchem Schlag und wo ich meinem Gegner retourniere.
Der Schlag an sich kann nur im Training analysiert und verbessert werden, im Spiel selber muss man sich mit der Tagesform eines Schlages zufrieden geben. Diese kann manchmal besser (durch hohe Motivation) oder schlechter (durch Nervositität) ausfallen.
Zum Abschluss kann ich nur sagen:
Bei den Geschwindigkeiten die Tischtennis von den Spielern fordert, ist es absolut unmöglich in einem
Spiel auf seinen eigenen Schlag zu achten und gleichzeitig konzentriert die Schwächen des Gegners zu analysieren. Aber mit vielen Turnieren und viel Spielpraxis können erstere Gedanken mit der Zeit ausgeschaltet werden und sich vollends auf Zweitere beschränken.