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Zitat von Joe_Rakete
Hallo Hogar,
wie ich mitbekommen habe, hast du mit dem Ausdruck "Spielfaulheit" ein Problem. Der Ausdruck stammt ja von mir. 
Damit meinte ich nicht, dass man sich mit GLN nicht auch konzentrieren muss.
Sondern: Mit GLN ist man zwischendurch einfach dazu gezwungen (ja sogar verdammt) einfach nur den Schläger im richtigen Winkel hinzuhalten oder reinzustechen und der Belag erledigt den Rest von Alleine (Schnittumkehr).
Sicherlich gehört dazu einiges Geschick dazu und auch die notwendige Konzentration. Das bestreite ich nicht. Jeden Ball muss man im richtigen Winkelbereich treffen, sonst geht entweder ins Netz oder gnadenlos hintenraus. Aber hier bewegst du nur deinen Arm und nicht deinen Körper. Man steht da und hackt rein. Das weiss ich aus eigener Erfahrung. U.a. habe ich auch schon einen Dr.Neubauer Inferno gespielt. So gehts mit dem am besten Aber das ist im Normalfall nicht die Form TT die attraktiv ist.
Du sagst in der Stadtliga können sie sowieso nicht spielen. Auch in der Stadtliga spielen sie Tischtennis. Jeder so gut wie er kann. 
Klar ist ja auch wenn einer aus der Stadtliga ein 5 Satz Match bestreitet, dass das anstrengend ist. Aber es ist vielleicht nur anstrengend, weil man sich
gegenseitig Schupfduelle liefert und sich leere Bälle hin und herschiebt, bis dann einer den Fehler macht, weil man sich nicht traut anzugreifen oder nicht angreifen kann.
Das geht minimum genauso gut mit einen Toni Hold Anti oder einer griffigen Langnoppe oder MLN, wenn nicht so gar einfacher und lockerer. Dazu braucht man keine GLN
Ich bin auch überzeugt davon, dass sich 90% der GLN Spieler nach dem Verbot innert einer Saison wieder in der alten Spielstärke wiederfinden.
Auch du
Gute Besserung mit deinem Tennisarm. Verzeih ich bin mal wieder frech   
kann es auch ein GLN-Arm sein ??? 
sehs locker 
Grüsse Joe
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Hallo Joe,
es geht nicht um mich.
Ich werde sicher einen Platz finden, wo ich Leistungsmäßig mithalten kann. Mein Platz ist irgendwo zwischen KK und Stadtliga und da wird sich auch kaum was ändern.
Es geht mir darum, dass Du nicht der Einzige bist, der im Zusammenhang mit GLN-Spielern von Faulheit spricht. Dabei kann dies doch keiner belegen. Sicher wenn man etwas kann, ist es einfach. Wenn ein Waldner nur den Schläger hinhält, dann sprechen alle von Genialität. Welche Mühe aber auf den Weg dahin damit verbunden ist, sieht keiner, und kommt es denn auf die Mühe an, ist es nicht entscheidender, dass er in seiner Aktion erfolgreich ist?
Ein "Materialspieler" beschäftigt sich halt intensiver mit dem Material, das liegt in der Natur der Sache, er steckt viel Energie darein, dass für ihn geeignete Material zu finden. Auch GLN ist nicht GLN, das was man mit der einen Noppe kann, geht mit der anderen nicht oder nicht so einfach oder noch nicht so einfach. Sicher gibt es Kinder des Glücks, doch es gibt auch andere, die sich da sehr mühen müssen.
Wie gesagt geht es nicht um mich, doch ich spreche jetzt mal von mir um nicht über andere reden zu müssen.
Vor ca. 20 Jahren hatte ich mit dem Curl spezial über Monate täglich mehrere Stunden geübt, durch Hinhalten den Ball im Spiel zu halten. Dies geschah in einem engen Keller, entweder mit dem Roboter oder mit dem Zivi unseres behinderten Sohnes. Ich hatte also viel Energie für das Hinhalten mit diesem Schläger verwendet. Im Spiel sah es dann alles ganz einfach aus.
Als aber der Curl nicht mehr erlaubt war, musste ich mich umstellen und dann wurde der neue Belag wieder nicht mehr zugelassen und ich musste mich wieder umstellen usw usf. Nur hatten sich zwischenzeitlich auch die Lebensumstände geändert, so dass ich nicht mehr so viel Zeit dazu verwenden konnte.
Hier mal zurück zu meinem Beispiel der "Sieben Faulen". Die Mühe die sie hatten, die Deich zu bauen und die Gräben zu ziehen, haben die Nachbarn nicht gesehen oder nicht sehen wollen. Diese waren nur neidisch, dass die Brüder nicht mehr durchs Wasser waten müssen.
Der Neid ist eigentlich der entscheidende Faktor. Warum kann man nicht einfach anerkennen, dass der Andere erfolgreicher ist, da braucht man doch nur gratulieren und versucht es beim nächsten Mal wieder.
Statt desse schimpfen einige Spieler, die sich für besonders gut halten, auf die gemeinen GLN-Spieler, statt sich zu bemühen ihr Spiel dagegen zu verbessern. Doch damit nicht genug, gibt es dann noch Funktionäre, die mit falschen Argumenten darauf einsteigen.
Es ist zum Beispiel falsch, dass die glatten Beläge nicht berechenbar sind.
Ich hatte dazu mal das Beispiel mit der drehenden Scheibe gebracht. Bei einer glatten Oberfläche, bleibt der Ball in einer Ebene und der Einfallswinkel ist gleich dem Ausfallswinkel. Bei einer griffigen Bberfläche stimmt dies aber nicht mehr, denn da kommt es sehr auf die Reibungswerte, die Drehgeschwindigkeit und der relativen Lage des Drehpunktes zum Aufprallpunkt an.
Auch konnte der Grenzwert der Griffigkeit nicht durch Messungen ermittelt werden, sondern es gibt Menschen, die bestimmte Beläge einfach nicht mehr zulassen wollen. Dies ist die reinste Willkür.
Und wenn dann die Argument ausgehen, dann muss die fehlenden Attraktivität herhalten, dabei geht es beim Tischtennis nicht um Haltungsnoten, sondern darum wer den letzten Schlag regelgerecht durchführen kann.
Noch mal zurück zu mir. Ich beschäftige mich jetzt schon damit, womit ich nach dem Verbot spielen werde, einige Beläge liege hier schon rum und warten darauf dann eingesetzt zu werden. Guter Wein soll ja auch richtig lagern.
Doch es geht hier um die Zukunft der NA und LN und diese werden keine Zukunft haben, wenn sich wieder die Neider durchsetzen werden.
Gruß,
Horst
P.S. Danke für Deine aufmunternden Worte, doch es stimmt auch nicht, dass ich nur meinen Arm bewege, denn dann könnte ich ja spielen, da mein linker Arm der "Tennisarm" ist. Nein, es wird der ganze Körper bewegt, was ich nach mehreren Spielen an den nächsten Tagen auch immer spüre.